Detlef und Leon Folwerk feiern mit Brunslar/Wolfershausen besondere Tore im Pokalspiel in Wasenberg

Wenn der Vater mit dem Sohne zusammen Tore schießst

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Arm in Arm: Detlef und Leon Folwerk, die im Pokal für die SG Brunslar/Wolfershausen treffsicher waren.

Wasenberg/Wolfershausen. Dass Vater und Sohn zusammen Fußball spielen, ist keine Seltenheit. Dass sie es im Verein in einer Mannschaft tun, durchaus. Dass beide Tore in einem Pflichtspiel für einen Gruppenligisten erzielen, ist die Geschichte von Detlef und Leon Folwerk aus Wolfershausen.

Was war da denn los? Es beginnt damit, dass die SG Brunslar/Wolfershausen arge Personalprobleme vor dem Achtelfinale im Kreispokal bei der SG Antrefftal/Wasenberg hat. „Ich habe in unserer WhatsApp-Gruppe die ganzen Absagen gelesen und dem Trainer spaßeshalber angeboten, meine Tasche mitzunehmen“, sagt Detlef Folwerk.

Der 51-Jährige ist immer dabei, um seine Söhne Leon (20) und Malte (18) bei ihren Spielen zu begleiten. Beim FC Körle hat Detlef vor 25 Jahren mal Bezirksoberliga gespielt. Danach wechselte er zu Brunslar/Wolfershausen, schoss für die Erste der SG zuletzt vor etwa 13 Jahren ein Tor. Seitdem hält er sich bei den Alten Herren fit. Der Reserve in der B-Liga hat er zuletzt vor zwei, drei Jahren ausgeholfen.

Gern nimmt Trainer Timo Rudolph das Angebot an. Selbst muss der Verteidiger ebenso auflaufen. Ins Tor rückt Michael Matheiowetz, der sonst nur sporadisch in der zweiten Mannschaft zwischen den Pfosten steht. Mit zwei Paraden hat der 32-Jährige seinen Anteil am Erfolg, denn eine Stunde lang sind die Schwälmer ein Gegner auf Augenhöhe.

Auf der Bank der SG bieten sich Rudolph exakt drei Optionen: Louis Pflüger, ein 18-Jähriger ohne Senioren-Erfahrung, und Leon Folwerk sowie Jochen Tippel. Das ist der Co-Trainer und zweite Ü 50-Spieler im Bunde. Dessen Sohn Fabian bringt den Pokalsieg mit einem Doppelpack auf den Weg. Jochen und Detlef waren früher Jugendtrainer. Jetzt ist Jochen der Jugendleiter. „Die meisten Jungs habe ich als Kinder trainiert. Aber ich hätte nie gedacht, dass wir mal zusammen in der Ersten spielen“, sagt der 51-Jährige. In der 80. Minute ist es soweit. Aber nicht, „um den Gegner zu demütigen, sondern absolut aus der Not geboren“, wie Timo Rudolph bekräftigt. Denn erst verletzt sich Marvin Groh am Knie, dann ist bei Philipp Zwicker der Akku in seinem ersten Einsatz nach langer Verletzungspause alle.

Detlef Folwerk kommt rein, Querpass Fabian Tippel, erster Ballkontakt – Tor. 45 Fans der Gäste sind aus dem Häuschen. Und – das kann man nicht erfinden – eine Co-Produktion der Joker Pflüger und Detlef Folwerk macht den Treffer zum 5:0 durch dessen Sohn Leon möglich. „Das ist ein einmaliges Erlebnis“, weiß der 51-Jährige.

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