Fußball-Gruppenliga: Derby endet mit 3:3-Remis

Bad Arolsen und Altenlotheim müssen die Punkte teilen

Und hoch zum Ball: Zweikampf zwischen Steffen Lotze (Altenlotheim, links) und Andreas Paskal (Bad Arolsen). Foto: Kares

Bad Arolsen. Das Derby der Fußball-Gruppenliga Kassel zwischen dem TSV Altenlotheim und dem TuS Bad Arolsen endete am Sonntag mit einer Punkteteilung: 3:3 (2:2) stand es nach 93 Minuten.

„Bad Arolsen hat uns eigentliche alles auf dem Silbertablett serviert. Wir hätten nach zehn Minuten schon 4:0 führen müssen. Doch wir haben das Spiel aus der Hand gegeben. Warum, das kann ich mir nicht erklären“, war Altenlotheims Michael Mohr nach der Partie sauer.

In der Tat deutete sich für den stark ersatzgeschwächten TuS Bad Arolsen nach den desolaten Leistungen gegen Rengershausen und Wabern zunächst ein weiteres Debakel an: Nach vier Minuten klingelte es das erste Mal im Kasten von Torsten Janzen: Alexander Köster setzte Karsten Trachte in Szene, der auf Heine ablegte und der wiederum zum 1:0 traf. Nur vier Minuten später folgte der zweite Streich als Bad Arolsen den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte und Trachte nicht lange fackelte und das 2:0 für den Gast erzielte. Die Platzherren waren jetzt total von der Rolle. Wladimir Weber spielte einen Fehlpass genau in den Lauf von Trachte, der aber dieses Mal an Janzen scheiterte (9.). Wenige Sekunden später lief Florian Heine frei durch, doch wieder hielt Janzen seine Mannschaft im Spiel (11.). Der völlig überrascht fallende Anschlusstreffer durch Florian Pusch folgte anschließend (13.): Es war die erste Torchance für den TuS, der auch gleichzeitig die Wende in der Partie bedeuten sollte.

Fortan spielte nämlich fast nur noch der Gastgeber und kam nach Chancen für Kevin Sobotta (15./30.) dem Ausgleich immer Näher. In der 39. Minute war es dann so weit: Pusch setzte Andreas Paskal in Szene, der zur Mitte zog und mit einem schönen Linksschuss den Ball im rechten Eck unterbrachte. Damit ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel sollte es noch kurioser werden, an der Tatsache, dass Bad Arolsen jetzt die bessere Spielanlage zeigte und zu Chancen kam, änderte sich aber erst einmal nichts. Valeri Fenske köpfte an den Pfosten (47.). Auf der Gegenseite scheiterte Kai Bremmer mit einem Volleyhammer am glänzenden Janzen (56.).

Dann erzielte Pusch das 3:2 für Bad Arolsen, doch Schiedsrichter Losinski entschied zurecht auf Abseits (69.). Anschließend wurde Puschs Schuss aus sieben Metern im letzten Moment geblockt (79.) und Sobotta verfehlte das Tor freistehend aus acht Metern (88.). Somit standen die Zeichen auf Punkteteilung, doch es folgte die total verrückte Schlussphase: Ohm nahm sich aus der Distanz ein Herz und Artur Mironow blockte den Ball mit der Hand. Somit gab es zurecht Strafstoß, den Bremmer zum sehr glücklichen 2:3 verwandelte (89.). Doch an diesem Tag zeigte Bad Arolsen Kampf und wurde doch noch belohnt: In der Nachspielzeit stocherte Sebastian Kirchner den Ball zum 3:3 über die Linie (90. + 1).

Am Ende hätte sogar noch das 4:3 fallen können, doch Sobotta traf den Volleyschuss aus spitzem Winkel nicht (90.+3). Somit blieb es bei der Punkteteilung. Uwe Schäfer war trotzdem zufrieden: „Bis auf die ersten zehn Minuten, in der wir uns mit dieser Notelf erst finden mussten, bin ich mit der Leistung sehr zufrieden. Über die 90 Minuten hinweg habe ich uns eigentlich besser gesehen. Am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein.“

Von Martin Kares

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