Fußball-Gruppenliga: Eintracht Waldeck sieht Bad Wildungen in der Favoritenrolle

Trainer Ihlefeld: „Die Schnellkraft fehlt“

Szene aus dem Hinspiel: Der Waldecker Christian Schaller stellt sich dem Bad Wildunger Torschützen Tim Krollpfeiffer (rechts) entgegen. Foto:  Hedler

Waldeck. Aller guten Dinge sind drei – getreu diesem Motto soll die Waldecker Eintracht am Samstag (Anstoß: 17 Uhr) das erste Mal im neuen Jahr eine Gruppenligapartie auf dem heimischen Rasen austragen.

Dass es dabei ohne eine bislang Hand voll absolvierter Übungseinheiten auf dem Sportplatz im Kump direkt gegen den Drittplatzierten SG Bad Wildungen/Friedrichstein (Hinspiel 1:2) geht, sieht Trainer Jürgen Ihlefeld indes relativ gelassen.

„Die Ambitionen beider Vereine sind extrem unterschiedlich“, konstatiert der Eintracht-Coach und schiebt den Gästen zugleich die Favoritenrolle zu: „Stand heute ist uns Bad Wildungen physisch ein ganzes Stück voraus.“ Den Grund dafür sieht Ihlefeld vor allem in der schlechten Vorbereitung. „Unser Leistungsstand ist nicht optimal. Wir haben maximal zweimal im Januar auf unserem Platz trainieren können. Die Schnellkraft fehlt“, erklärt der 52-Jährige. Der derzeit auf Rang sechs verankerten Eintracht geht es in der Rückrunde vor allem darum, den Klassenerhalt so schnell wie möglich festzumachen. Drei wichtige Punkte sind den Waldeckern hierfür bereits abgezogen worden, da der Verein keine adäquate Anzahl von Schiedsrichtern stellen konnte. „Das tut weh“, so Ihlefeld. Doch müsse man diese Entscheidung so hinnehmen.

Auch wenn die Austragung des Derbys bei anhaltendem Regen gefährdet erscheint, ist die Wildunger Mannschaft von Jörg Schäfer gerüstet: „Die Vorbereitung erstreckt sich doch jetzt schon sehr lange. Wir wollen alle spielen“, meint Schäfer. Vor dem Aufsteiger hat der Bad Wildunger Übungsleiter Respekt - aber keine Angst: „Das Hinspiel war schon sehr eng und Waldeck ist heimstark. Wir wissen aber unsere Auswärtsstärke hinter uns und wollen versuchen, da ein gutes Ergebnis zu erzielen“, kündigt Schäfer an.

Ein gutes Ergebnis, das heißt wohl einen Auswärtssieg. Dass die Eintracht da etwas dagegen haben wird ist klar. Allen voran Top-Torjäger Dennis Kuhnhenn, der mit 18 Treffern bislang der gefährlichste Torschütze der Liga ist. Eine Sonderbewachung schließt Schäfer aus: „Wir wollen und müssen versuchen, das im Kollektiv zu lösen. Dass er aber in der Hinrunde einen guten Lauf hat, ist auch an mir nicht vorbeigegangen“, sagt Schäfer. Einziger positiver Aspekt für die SG bei den Spielverschiebungen: Spielmacher Carsten Laun könnte seine Knieverletzung auskurieren und ist weiter im Lauftraining. Hinziehen wird sich weiterhin die Schambeinentzündung bei Waldemar Schubert. (kf/zka)

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