Alle Schwalm-Eder-Teams bleiben drin

Tops und Flops der Fußball-Gruppenliga Kassel 1

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Dauerbrenner: Brunslar/Wolfershausens Philipp Zwicker (r.), hier im Duell mit Körles Thomas Melnarowicz. 

Vize-Meister TSV Wabern, der bei seiner erstmaligen Teilnahme an der Relegation scheiterte und FC Körle sorgten hinter Meister Eintracht Baunatal für reichlich Spannung in der Fußball-Saison.

Da sich der FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz über die Relegation rettete, gibt es keine Absteiger aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Kommende Runde sind dank Aufsteiger FSG Gudensberg und Absteiger TSV Mengsberg zehn heimische Teams in der Klasse vertreten. Nachfolgend präsentieren wir die Tops und Flops dieser Saison.

TOPS

Erfolgsserien:Mit einem brillanten Start nach acht Siegen und drei Unentschieden unter Trainer Dirk Langhans legte Wabern früh die Basis für eine starke Runde und war auch das beste Heimteam. Nach vier Pleiten in Folge imponierte Aufsteiger Schwalmstadt II mit sechs Erfolgen und zwei Remis. Zudem blieb die Elf der Trainer Atilla Güven (bis zur Winterpause) und Kujtjm Iberhysaj (in 2018) als einzige Mannschaft der Spielklasse gegen die die Top-Teams Eintracht Baunatal (1:0, 1:0), Wabern (3:3, 1:0) sowie Körle (2:2, 1:1) unbesiegt. Sechs Siege in Reihe gelangen auch Homberg in der famosen Hinrunde.

Die Offensive:Angeführt von Torschützen-König Emin Dag (31 Treffer) stellt Vizemeister Wabern den treffsichersten Angriff. Und erzielte mit dem 9:2 bei der U 23 des KSV Baunatal sowie dem 9:0 gegen Korbach auch die höchsten Saisonsiege. Am ersten Spieltag schafften es die Reiherwälder beim 5:5 in Bad Wildungen dagegen nicht, ihre 3:0, 4:1 und 5:2-Führung mit drei Punkten zu belohnen.

Die Torjäger: Im direkten Duell mit dem 30-fachen Torschützen Niels Willer (Baunatal) gelangen Emin Dag am letzten Spieltag zwei Treffer. Damit zog Waberns Sturmspitze (31) an seinem Konkurrenten noch vorbei. Hinter ihnen platzierten sich Paul Graf (Kirchberg/Lohne, 23), Florian Korell (Wabern, 16), Martin Mühlberger (Wabern, 15), Abdullah Al Omari (Felsberg, 14), Tobias Frommann (Melsungen, 13), Fitim Islami (Homberg, 13) und Fabian Steffens (Schwalmstadt II, 10).

Die Defensive:Lediglich 27 Gegentore in 30 Spielen kassierte Körle. Und erzielte den Top-Wert der Gruppenliga 1. Die Elf von Trainer Jörg Müller rangiert damit deutlich vor Wabern (38). Stark verteidigten auch Homberg (47) und Brunslar/Wolfershausen (48).

Stefan Graf

Die Dauerbrenner:Lukas Tippel und Philipp Zwicker von der SG Brunslar/Wolfershausen standen als einzige Akteure der heimischen Teams in allen 30 Partien auf dem Platz. Auf 29 Einsätze brachten es Emin Dag und Martin Mühlberger (Wabern), Nick Krug (Körle), Florian Seitz und Stefan Graf (Homberg), André Petersohn (Schwalmstadt), Paul Graf sowie Marvin Diehl (Kirchberg/Lohne) und Philipp Ostwald (Felsberg).

FLOPS

Pleitenserien: Sechs Spiele zuvor in Reihe noch siegreich und Fünfter mit 29 Punkten, blieb Felsberg/Lohre/Niedervorschütz in der Folge elf Spieltage ohne Erfolg (acht Niederlagen, drei Unentschieden). Auch aufgrund mangelnder Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung musste Hombergs Spielertrainer Florian Seitz mit viel Verletzungspech kämpfen. So gelangen in der Rückrunde nur noch 15 der 44 Zähler. Denkbar schlecht mit vier Pleiten und einem Remis gestartet, kassierte der Melsunger FV nach zwischenzeitlicher Erfolgsserie im Saisonendspurt fünf Niederlagen in Reihe.

Andre Petersohn

Hohe Niederlagen: Eine Woche zuvor noch 8:1-Sieger gegen Felsberg, kassierte Kirchberg/Lohne im Heimspiel gegen Korbach eine 2:7-Schlappe. Auch Felsberg kam beim 1:7 gegen die Hansestädter arg unter die Räder. Ansonsten eine gute Saison spielend unterliefen Schwalmstadt II beim 4:7 in Bad Wildungen sowie 1:6 gegen Absteiger Schauenburg zwei Aussetzer. Der FC Homberg, immerhin mit der drittbesten Defensive glänzend, kassierte im letzten Saisonspiel gegen Volkmarsen eine 0:5-Niederlage.

Das Trainerkarussell:Bei fünf der acht heimischen Vereine gab es einen Wechsel auf dem Trainerstuhl. So wurde in Wabern Dirk Langhans nach 30 Punkten aus 15 Spielen von Kim Sippel abgelöst. In Melsungen ereilte das Schicksal Uwe Zenkner. Nach der Interimslösung mit Pere Pavic und Hendrik Schmidt folgte mit Beginn der Vorbereitung auf die Restrückrunde Christian Leck, im Vorjahr Waberns Coach. Nachdem Atilla Güven in Schwalmstadt die Verbandsliga-Elf anvertraut wurde, übernahm Kujtjm Iberhysaj das Gruppenliga-Team. Fünf Niederlagen in Folge bedeuteten das Aus für Sven Pfefferkorn in Kirchberg/Lohne. Mit Paul Graf und Frank Jäger gelang der Klassenerhalt. In Felsberg/Lohre/Niedervorschütz übernahm nach zehn sieglosen Spielen Co-Trainer Roland Borrmann die Verantwortung für die restlichen Begegnungen – und hatte Erfolg.  

Von Bernd Knauff

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