Gruppenliga-Spieler bei WM-Qualifikation

Graf schielt zum Oman

Für die Nationalelf im Einsatz: Soldat Paul Graf. Foto: nh

Kirchberg. Großes vor hat Paul Graf, Mittelfeldspieler von Fußball-Gruppenligist SG Kirchberg/Lohne, in der nächsten Woche. Dann steht für den Hauptfeldwebel die Qualifikation zur Militär-WM statt.

In der Gruppe mit Polen, Litauen und den Niederlanden muss Deutschland Erster werden, um sich direkt für die WM im Oman (Beginn im Januar) zu qualifizieren. „Wir sind gut vorbereitet und wollen die Quali packen“, sagt der 32-Jährige, der in der Nationalelf als Stammspieler auf der Sechs agiert. Der Niedensteiner ist der einzige Gruppenliga-Spieler im Kader der Nationalmannschaft. Der Rest des Teams besteht zum Großteil aus Regional- und Oberligaspielern.

Das letzte Testspiel vor dem ersten Auftritt am Mittwoch gegen Polen gewannen die Soldaten 4:2 gegen eine Regionalauswahl aus Wilhelmshaven. In der Gruppenphase wird es jetzt aber deutlich schwerer. Vor allem die Polen und Litauer gelten als Favoriten. „Beide Länder haben eine Wehrpflicht und könnten auch Profis einsetzen“, erklärt Graf. Der Tabellenzweite der Gruppenphase könnte sich unter Umständen aber noch über einen Umweg für die WM qualifizieren.

Graf wird wieder Vater

Bei der WM war die Bundeswehr-Nationalmannschaft seit Jahren nur Zuschauer. Der Höhepunkt für Graf in seiner fünfjährigen Karriere in der Nationalelf waren die Militär-Worldgames in Rio, die sein Team auf dem fünften Platz abschloss. Womöglich wird die WM im Oman sein letzter großer internationaler Auftritt. Denn der frühere Hessenliga-Spieler vom 1. FC Schwalmstadt wird voraussichtlich im September zum zweiten Mal Vater. Und wie verträgt sich die WM-Quali mit seinen Pflichten als in Fritzlar stationierter Soldat? „Das ist kein Problem. Die Einsätze gelten als ganz normaler Dienst“, sagt Graf.

Von Daniel Schneider

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