Gruppenliga: Altenlotheim kassiert deftige 1:4-Niederlage gegen Jesberg

Erzielte den Altenlotheimer Ehrentreffer: Pascal Ohm (links), hier gegen den Neuentaler Rainer Juli (Saison 2014/15. Foto:  zka/nh

Jesberg. Nach der 1:4 (0:2)-Niederlage bei der technisch starken SG Neuental/Jesberg wartet der TSV Altenlotheim weiterhin auf den zweiten Auswärtssieg in der Fußball-Gruppenliga Kassel.

Ohne die etatmäßigen Defensivkräfte Kai Bremmer, Nils Backhaus und Steffen Lotze war Trainer Volker Backhaus gezwungen, im gesamten Abwehrbereich umzubauen, doch als Entschuldigung für die deftige Niederlage kann der Ausfall des Trios nicht herhalten.

Auch der routinemäßige Torwartwechsel, Dennis Mattersberger stand wieder für Mirko Ohnesorge zwischen den Pfosten, kann nicht als Begründung für den enttäuschenden Auswärtsauftritt genommen werden. Zwar sah Matterberger beim 1:0 durch Florian Grebings Kopfball nach einer halben Stunde nicht gut aus, in der Schlussphase des Spiels verhinderte der Torhüter aber mit einigen guten Paraden eine noch höhere Niederlage.

Hatten die Altenlotheimer bis zum ersten Gegentreffer noch gut verteidigt, verloren sie in der Folge wieder ihre taktische Ordnung, zudem waren die langen Bälle im Spielaufbau gegen den böigen Wind alles andere als das geeignete Mittel, den technisch versierten und disziplinierten Gegner in Bedrängnis zu bringen. Eine Minute vor der Pause mussten sie dann auch noch den zweiten Gegentreffer durch den agilen Emin Dag hinnehmen.

Nach dem Seitenwechsel, jetzt mit dem Wind im Rücken, erwartete jeder der mitgereisten Anhänger ein Aufbäumen der Backhaus-Elf. Der kämpferische Einsatz war dem Altenlotheimer Team auch nicht abzusprechen, doch spielerisch blieben Garthe, Trachte, Heine und Co. fast alles schuldig.

Nach 55. Minuten war die Partie dann vorentschieden. Mit einer gelungenen Kombination hebelte die Spielgemeinschaft die Altenlotheimer Abwehr aus, Fabian Grosse scheiterte noch, aber mit dem Nachschuss sorgte erneut Dag für den dritten Treffer der Heimelf.

Was dann folgte ließ bei Trainer Backhaus die Sorgenfalten noch größer werden. Seine Spieler änderten selbständig ihre Positionen, blieben bei Ballverlusten einfach stehen, besser postierte Mitspieler wurden einfach übersehen. Nur der fehlenden Kaltschnäuzigkeit der Neuentaler Angreifer war es geschuldet, dass vorerst nicht weitere Treffer fielen. So dauerte es bis zur 88. Minute, ehe das vierte Altenlotheimer Gegentor fiel. Fabian Grosse, der vorher mehrere gute Möglichkeiten liegengelassen hatte, staubte ab, nachdem Matiullah Razaq an Mattersberger gescheitert war.

Mit dem Schlusspfiff gelang Pascal Ohm noch der Ehrentreffer. Doch mit Ehre hatte der Altenlotheimer Auftritt, vor allem nach der Pause, nur wenig zu tun.

Von Fritz Uew-Stuhlmann

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