Brunslar/Wolfershausen hält Klasse mit viel Talent – Schrecksbach und Beiseförth/Malsfeld zu spät wach

Heideroth erweist sich als Glücksgriff

Vogelwild: Brunslars Dennis Vogel (li.) gegen die Schrecksbacher Anil Gün (Mitte) und Andre Petersohn. Foto: Hahn

Als der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, weg war, bewiesen sie mit zwei Siegen in den letzten beiden Begegnungen Klassenreife: Die heimischen Absteiger aus der Fußball-Gruppenliga VfB Schrecksbach und SG Beiseförth/Malsfeld. Vier Spiele vor Saisonende und dem 1:2 gegen Bad Wildungen war die unfreiwillige Rückkehr des Neulings aus dem Fuldatal in die Kreisoberliga besiegelt. Die 0:6-Niederlage gegen Schwalmstadt II eine Woche zuvor bedeutete das Aus für Trainer Markus Warmbier. Eine Entscheidung, die nach einem enormen Leistungsabfall der Elf um Kapitän Marton Labath seit Ende Oktober mit 14 Niederlagen zu erwarten war.

Zehnmal in Folge ohne Dreier stand auch Schrecksbach früh mit dem Rücken zur Wand. Trainer Christof Baum musste aufgrund von Verletzungen und Sperren vielfach improvisieren und Altherren-Kicker einsetzen. Da überrascht es nicht, dass die Schwälmer mit 91 Gelben, 11 Gelb/Roten und vier Roten Karten das Ende der Fairness-Tabelle zieren. Auffällig auch die eklatante Auswärtsschwäche mit nur einem Sieg. So stand schließlich für die Elf um die Gebrüder André und Daniel Petersohn schon drei Spieltage vor Saisonschluss der Abstieg fest.

Für die SG Neuental/Jesberg war klar, dass eine schwere Saison bevor stehen würde. Denn nach dem Abstieg aus der Verbandsliga hatte sich eine komplette Elf aus dem Kellerwald verabschiedet. So war Trainer Andy Sauer gezwungen, den Kader mit Spielern aus der Kreisliga A und B aufzufüllen. Folgerichtig fand sich die Elf nach der Hinrunde mit nur zehn Zählern auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Nach dem 1:4 in Schrecksbach übernahm Claus Heideroth die Verantwortung. Neue Impulse setzten zudem die Verpflichtung von Angreifer Emin Dag sowie die Reaktivierung von Torwart Dennis Knauff, Frank Schultz und Stefan Priester.

Mit den drei Routiniers und nach dem 3:2-Erfolg gegen Meister Korbach gelang am letzten Spieltag der Klassenerhalt. Über den eine Woche zuvor die SG Brunslar/Wolfershausen jubeln konnte. Ein Team mit Zukunft, denn auch beim entscheidenden 2:1 in Wabern standen vier A-Jugendliche auf dem Platz. Nachvollziehbar daher das ständige Auf und Ab der jungen Elf von Trainer Nico Röhn. Der die vielen Remis fast zum Verhängnis wurden: Neunmal gab es nach durchaus ansprechenden Leistungen nur einen Zähler. (zkv)

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