Fußball-Gruppenliga: Arolsens Trainer Schäfer blickt auf durchwachsene Hinrunde

Tabellenzehnter Bad Arolsen hofft auf die Rückrunde

So will der TuS in der Rückrunde wieder jubeln: Küsschen für Spielführer Sergej Schwabauer (re.) vom Torschützen Artur Berger, links Florian Pusch. Foto:  zmp

Bad Arolsen. Den Gruppenliga Kickern des TuS Bad Arolsen trauten vor Serienbeginn im vergangenen Sommer nicht wenige Fußballexperten einiges zu.

Hatte die Elf von Trainer Uwe Schäfer doch gerade die Saison hervorragend zu Ende gespielt und in der damaligen Rückrundenbilanz 2014 sogar Rang drei belegt.

Im weiteren Verlauf des Jahres knüpften Paskal und Co. allerdings nicht an diese starke Rückrunde an. 18 Zähler aus 16 Partien stehen für die Residenzstädter zu Buche, was Platz zehn in der vorläufigen Abrechnung bedeutet.

Wunsch und Wirklichkeit

TuS-Coach Uwe Schäfer spricht bisher von einer „durchwachsenen Saison“. „Nach der starken Rückrunde in der vergangenen Spielzeit sind wir doch frohen Mutes und mit gesteigerten Erwartungen in die Saison gestartet“, erklärt er. Gerade die Tatsache, dass der TuS oftmals einige verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen hatte, stimmt ihn missmutig. „Manchmal sind wir nur mit elf Akteuren aus der ersten Mannschaft in die Begegnungen gegangen.“ So habe sein Team einige Punkte liegen gelassen. Für Schäfer aber keineswegs ein Grund zur Panik.

Alt und Neu

In der Vorbereitung stehen dem Trainer wieder so gut wie alle Spieler zur Verfügung. Bis auf Alexander Mergel, der weiter an seiner Kreuzbandverletzung laboriert, kann Schäfer aus dem Vollen schöpfen. Ansonsten hat sich das Kaderbild des TuS auch kaum verändert. Lediglich Artur Mironow, der den Gruppenliga-Zehnten wegen seines Umzugs in Richtung Paderborn (schließt sich dort dem TSV Tudorf an) verließ, greift nicht mehr ins Spielgeschehen ein.

Auf taktischer Ebene zeigen sich die Schäfer-Schützlinge wie auch in den Jahren zuvor sehr variabel. Sie sind immer in der Lage, schnell das System auch innerhalb der 90 Minuten zu wechseln. „Wir können jederzeit von Dreier- auf Viererkette oder, wenn es die Personalnot so will, auf Libero umstellen“, zeigt sich der TuS-Trainer erfreut über die individuellen taktischen Fertigkeiten seiner Mannen.

Licht und Schatten

Laut Schäfer verlief die Hinserie mit einer gewissen Armut an Höhepunkten. Zwar präsentierte sich die Mannschaft um Kapitän Schwabauer gerade zu Beginn der Saison als heimstark (insgesamt wurden 14 der 18 Zähler in heimischen Gefilden eingefahren), so fielen die Residenzstädter in ihr bisher schon gewohntes „Herbstloch“. „Da haben wir in einem Formtief gesteckt, was auch an der Personalsituation lag“, bilanziert Schäfer. Ende Oktober und Anfang November setzte es dabei hohe Niederlagen auf eigenem Platz gegen Rengershausen (1:5) und in Wabern (2:11). Dieses Tief hofft er nun überwunden zu haben, wofür das jüngste 3:3-Remis gegen Altenlotheim kurz vor dem Jahreswechsel spricht.

Prognose

Für die Vorbereitung fordert Schäfer volle Konzentration ein, weiß er doch um die Wichtigkeit der ersten Partien nach der Winterpause. „Wir müssen gleich gewinnen, um nicht noch in die rote Zone zu rutschen“, blickt er fokussiert auf den Start in 2015, bei dem sein Team zur SG Neuental/J. reist.

Bleibt es bei der derzeit entspannten Kadersituation und bleiben die Arolser vom Verletzungspech verschont, sollte dies auch ohne Zweifel gelingen. Mit einer Steigerung auf fremden Plätzen, wo der TuS bisher nur vier Zähler einfuhr, haben die Bad Arolser mit ihrer hohen Qualität sogar die Möglichkeit, im oberen Tabellenmittelfeld zu landen. Zumal sie in der vergangenen Serie gezeigt haben, dass sie eine Rückrundenmannschaft sind.

Von Jan Pohlmann

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