Gruppenliga-Derby: Verdientes 3:0 des TuS Bad Arolsen gegen Eintracht Waldeck

Joker Berger sticht doppelt

Der Mann des Tages aus Arolser Sicht: Artur Berger, hier mit Trainer Uwe Schäfer, hat drei Tore in der B-Liga und zwei in der Gruppenliga erzielt. Foto:  zmp

Bad Arolsen. Der TuS Bad Arolsen bleibt nach dem Jahreswechsel in der Erfolgsspur: Die Mannschaft von Trainer Uwe Schäfer feierte nach zwei Remis nun den ersten Dreier im neuen Jahr und festigte somit den neunten Tabellenplatz der Fußball-Gruppenliga. Im Waldecker Derby gelang den Residenzstädtern ein souveräner 3:0 (1:0)-Erfolg, der noch deutlich höher hätte ausfallen können.

„Das einzige Manko ist die ausgelassene Chancenverwertung“, nimmt TuS-Coach Uwe Schäfer seine Offensivreihen in die Pflicht. „Wenn wir zur Halbzeit mit 3:0 geführt hätten, hätte sich auch keiner beschweren dürfen.“ Und damit sollte der Trainer Recht behalten, denn bereits nach vier Minuten hatten die Gastgeber durch eine Doppelchance die Führung auf dem Fuß: Zuerst scheiterte Sergei Geronimei an Eintracht-Schlussmann Pasquale Kögel, ehe Giacomo König das Leder nicht verwerte. Besser machte es dagegen Florian Pusch, der mit einem sehenswerten Treffer aus der zweiten Reihe die Weichen auf Sieg stellte.

Waldeck agierte dagegen zu passiv und konzentrierte sich auf die Defensive, die allerdings ein ums andere Mal in Verlegenheit gebracht wurde. So auch kurze Zeit nach dem Führungstreffer, als der agile Andreas Paskal, König und Pusch eine Unordnung im Waldecker Strafraum nicht ausnutzten (31.). Dann stand erneut Kögel im Blickpunkt, der seine Farben weiterhin im Spiel hielt: Erst klärte der Keeper nach einer feinen Vorarbeit von Paskal gegen Geronimei (37.), ehe er gegen Paskal sein ganzes Können unter Beweis stellte (38.).

„Wir haben in der Defensive sicher gestanden, aber nach dem Seitenwechsel etwas den Faden verloren“, nannte Schäfer den Grund für eine durchwachsene zweite Halbzeit. Denn: Nachdem Daniel Pudlo auf der Linie vor Pusch klärte (56.), verflachte die Partie zunehmend und nahm erst nach der Einwechslung von Joker Artur Berger mehr Fahrt auf (76.). Und der Sturmtank stand sofort im Blickpunkt, als er mustergültig von Pusch bedient wurde und an Kögel zur Vorentscheidung einschob (81.). Und es sollte noch schlimmer für die Eintracht kommen: Nach einem Eckball von Paskal wuchtete Berger freistehend das Leder dynamisch unter die Querkante zum 3:0-Endresultat (88.).

„Aufgrund unserer Personalsituation wussten wir von Beginn an, dass es kein gleichwertiges Spiel geben kann“, fasste Eintracht-Coach Jürgen Ihlefeld das Spiel zusammen. Gleich fünf wichtige Stammspieler fehlten. Trotzdem war er mit der Einstellung und Moral zufrieden. „Wir haben die ersten 20 Minuten gut dagegen gehalten, dann fiel aus dem Nichts die Führung. Auch nach dem Seitenwechsel hat Arolsen bis auf die beiden Toren nichts Großes gezeigt.“

Von Björn Weickert

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