Gruppenliga-Hit: Homberg wieder mit Dillenberger – Bad Wildungens Laun im Fokus

Kehr will nicht taktieren

In die Parade gefahren: Hombergs Routinier Thomas Lüniger (links) spielt hier im Hinspiel den Ball vor dem Bad Wildunger Jan Leimbach (rechts). Im Hintergrund beobachtet FC-Talent Lucas Unbehaun die Szene. Foto: Hedler

Homberg/Bad Wildungen. Das ist ein echter Knüller: Am Sonntag (14.45 Uhr, Stellberg-Stadion) hat der FC Homberg (33 Punkte/16 Spiele/27:20 Tore) die SG Bad Wildungen/Friedrichstein (32/14/32:19) zu Gast. Hier fünf wichtige Fakten vor dem Vergleich der derzeit heißesten Anwärter auf den Relegationsplatz in der Fußball-Gruppenliga hinter dem souveränen Spitzenreiter TSV/FC Korbach (43/16/60:14).

1.Die Bilanz: Im Hinspiel gewann die SG durch einen Doppelpack von Waldemar Schubert mit 2:0. Am 30. April 2013 feierten die Badestädter nach zwei Treffern von Christian Schwalm beim 2:0 am Stellberg den vorzeitigen Aufstieg in die Verbandsliga und hatten zuvor ihr Heimspiel (3:2) für sich entschieden. Davor gab es jahrelang keine Vergleiche, weil die Kreisstädter nach dem Abstieg 2004 aus der Bezirksoberliga bis zur Rückkehr 2012 nicht über die Kreisgrenzen hinaus am Ball waren. Im letzten Testspiel (24. Juli 2013/4:2) gewann der FC aber. „Es wird Zeit, dass wir sie mal in einem Pflichtspiel schlagen“, stellt Hombergs Trainer Torsten Kehr klar.

2.Die Form: Die Gastgeber sind seit acht Spielen ungeschlagen, gewannen fünfmal in Folge. Das ist ein Resultat eines immer breiter werdenden Kaders. „Wir haben 15, 16 Mann auf Augenhöhe. Dadurch konnten wir zuletzt Spiele von der Bank gewinnen“, freut sich Kehr. Bad Wildungen gewann zwar zweimal am Stück, hatte allerdings auch auswärts zwei Spielausfälle (in Kirchberg und in Bad Arolsen) zu beklagen. „Dadurch haben wir den Rhythmus verloren“, ist SG-Routinier Carsten Laun verärgert.

3.Das Personal: Die Kurstädter können aus dem Vollen schöpfen. Homberg bangt noch um den Einsatz von Patrick Herpe (Schambeinentzündung). Für den Torjäger sprang zuletzt Dennis Ciemenga mit drei Treffern beim 4:3 in Wabern in die Bresche. Rechtsverteidiger Benjamin Dillenberger hat eine Sperre abgesessen. Dessen Vertreter Mirco Rieck hat seine Chance aber genutzt, so dass der Kampf um den Posten offen ist. Vor einer Woche feierte zudem Mittelfeldakteur Erich Tiel nach acht Monaten Pause wegen einer Knieverletzung ein gelungenes Comeback.

4.Die Taktik: „Es wird kein taktieren geben. Wir spielen auf Sieg“, macht FC-Coach Kehr deutlich. Wichtig sei es, bei Bad Wildungen Dreh- und Angelpunkt Carsten Laun auszuschalten. Eine Aufgabe für die Doppel-Sechs, die vom doppelten Florian (Seitz und Wiederhold) gebildet wird. Im Angriff sollen Kapitän Steffen Keller, Eugen Deister und Ciemenga das Tempo hochhalten. Die Gäste wollen vor allem defensiv die Ordnung wahren und wären schon mit einem Punkt zufrieden. „Homberg hat viele gute Einzelspieler und ist offensiv sehr gut besetzt. Die Tagesform wird in einem Duell auf Augenhöhe entscheiden“, glaubt Laun.

5.Die Perspektive: „Korbach ist das Maß aller Dinge“, erklärt Laun und verspürt ebenso wie die Homberger keinen Druck, mit seiner Mannschaft aufsteigen zu müssen. „Wir sind von allen Zwängen befreit und können nur gewinnen“, meint Torsten Kehr. Allerdings: Heiß auf die Relegation sind beide Vereine.

Von Sebastian Schmidt

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