Fußball-Gruppenliga: SG Rhoden/Schmillinghausen steckt nach Umbruch im Keller

Nur der Klassenerhalt zählt

Am Boden ist die SG Rhoden/Schmillinghausen noch nicht, dennoch müssen sich Kapitän Patrick Fennig (rechts) und sein Team mächtig strecken, um den Klassenerhalt in der Gruppenliga zu erreichen. Foto: zmp

Rhoden. Die SG Rhoden/Schmillinghausen verbringt die Winterpause in der Fußball-Gruppenliga Kassel auf einem Abstiegs-Relegationsplatz. Hinzu kommt, dass Trainer Thomas Salokat und die SG in beiderseitigem Einvernehmen ihre Zusammenarbeit beendeten. Viel Arbeit also für Vorstand und Mannschaft in der Vorbereitung. Wer auf Salokat folgen wird, steht bislang noch nicht fest.

Wunsch und Wirklichkeit

Als Thomas Salokat das Amt zu Beginn der Saison von Thorsten Hirdes bei der SG Rhoden/Schmillinghausen übernahm war klar, dass das Ziel für diese Spielzeit nur der Klassenerhalt sein kann. Mit Spielertrainer Thorsten Hirdes und Oliver Hintschich verließen zwei gestandene Akteure den Verein, für sie wurden vor allem junge Spieler verpflichtet. Ganz klar, bei der SG Rhoden fand ein personeller Umbruch statt. Das hatte auch auf die Punktausbeute Auswirkungen: In den ersten elf Spielen gab es gerade einmal einen Sieg. Die Ursache sieht auch Kapitän Patrick Fennig in den personellen Änderungen. Die Mannschaft sei vor der Saison völlig zusammengewürfelt worden. „Wir wussten alle, dass uns eine harte Saison bevorstehen wird.“ Man müsse jetzt Zeit und Geduld mitbringen und konzentriert arbeiten, um eine schlagkräftige Truppe aufzubauen. „Wir wollen versuchen, uns weiter zu festigen“, gibt Fennig nun die Marschroute vor.

Alt und Neu

Personell hat sich bei den Vereinigten nichts getan. Es gibt keine Zu- oder Abgänge. Eine Hiobsbotschaft gab es dann aber doch: Bei einem Hallenturnier verletzte sich Stürmer Adam Sek (Haarriss im Knöchel). Er wird lange fehlen. Fennig: „Man muss sehen, wie sich das entwickelt. Wichtig ist, dass er wieder fit wird und sich schnell erholt.“ Dennoch gibt es auch personell Positives: Tobias Friele wird nach seiner langen Verletzung wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. „Er hat viel Erfahrungen und wird mit Sicherheit dem Team weiterhelfen können“, so Fennig. Taktisch steigen mit seiner Rückkehr die Variationsmöglichkeiten.

Licht und Schatten

Zwei dicke Klatschen kassierte Rhoden in der Hinrunde. Das war zum einen die deutliche 0:6-Niederlage in Schwalmstadt auf Kunstrasen, sowie das 0:9 beim TSV/FC Korbach. „Gut war, dass wir danach wieder aufgestanden sind“, sagt Fennig. Sprich: Resigniert hatte bei der SG niemand. Das zeigen die Siege gegen Kirchberg/Lohne, Neuental/Jesberg oder Wabern.

Die Prognose

„Ziel ist natürlich der Klassenerhalt“, sagt Fennig wenig Überraschendes. Die Mannschaft wisse, dass vor ihr noch ein hartes Stück Arbeit liegt und jeder einzelne noch eine Schippe draufpacken muss, um das zu erreichen. „Wir wollen fit in den Spielbetrieb gehen und daran wird in der Vorbereitung gearbeitet“, so Fennig. Viel wird davon abhängen, dass der neue Trainer sportlich und stimmungsmäßig die Grundlage dafür schafft. Ein Plus der SG: In der Restrunde tritt das Team in acht der 14 Spiele vor eigenen Fans an. Denn auswärts läuft es bislang mit nur zwei Punkten auf fremden Plätzen für Rhoden gar nicht.

Von Martin Kares

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