Gruppenliga-Topspiel: Formstarke Müller-Elf trifft auf Waberns Tormaschine

Klassiker und Spitzenspiel

Mit breiter Brust: Sebastian Schiepe (vorn) und der FC Körle wollen ihren Aufwärtstrend bestätigen. Archivfoto: Hahn

Körle. Ein Klassiker der Fußball-Gruppenliga steht an: Der FC Körle mit der besten Abwehr der Liga (nur zwölf Gegentore) erwartet mit dem TSV Wabern den torgefährlichsten Angriff (schon 47 erzielte Treffer): Und das schon am Freitag um 19 Uhr, weil in Körle Kirmes ist. Die zweitplatzierten Gäste könnten sich mit einem Derby-Erfolg auf elf Punkte von den Gastgebern (5.) absetzen, die ihrerseits den Anschluss an die Aufstiegsplätze herstellen wollen.

1.Die Bilanz: Die letzten Ergebnisse in den direkten Duellen sprechen für den FCK. In den vergangenen acht Spielen gab es fünf Siege, darunter ein fulminanter 5:1-Auswärtserfolg im April diesen Jahres. Allerdings: Der letzte Vergleich in Körle ging mit 2:1 an die Reiherwälder, bei denen Nico Langhans mit zwei Freistoß-Toren glänzte. „Ich hätte nichts dagegen, wenn es wieder so kommt“, hofft TSV-Coach Dirk Langhans auf einen erneuten Gala-Auftritt seines Sohnes.

2.Die Form: Beide Teams präsentieren sich in blendender Verfassung. Zu Beginn der Saison noch in der unteren Tabellenhälfte anzutreffen, kletterte Körle mit vier Siegen aus fünf Spielen nach oben. „Wir sind die ganze Saison gut drauf, liefern nun jedoch die Ergebnisse ab“, ist FCK-Spielertrainer Jörg Müller mit den dominanten Auftritten in den letzten Wochen zufrieden. Sogar noch besser sind die Gäste: In 13 Spielen verließen sie nur vor zwei Wochen bei Kirchberg/Lohne (1:4) den Platz als Verlierer. Danach jedoch war gegen Melsungen keine Verunsicherung zu spüren. Im Gegenteil: Auch die Defensive zeigte sich beim 2:1-Sieg deutlich verbessert.

3.Das Personal: Bei den Hausherren fehlt Tobias Fehr. Dagegen kehrten zuletzt Tobias Scherbaum und Sebastian Schiepe als Alternativen zurück. Besonders erfreulich: Der langzeitverletzte Daniel Fehr ist ins Training eingestiegen. Dem Auswärtsteam stehen bis auf Fabian Korell (Hüfte) alle Spieler zur Verfügung.

4.Die Taktik: „Wir haben ein erhöhtes Augenmerk auf Waberns Offensive, wollen aber unseren eigenen Matchplan durchziehen“, sagt Müller. Für Langhans ist es entscheidend, dass sich sein Team nicht nur auf seine Offensivstärken verlässt, sondern ebenso die Rückwärtsbewegung beherzigt. Denn auch die Gastgeber verfügen mit Thomas Melnarowicz, Eugen Wagner und Nick Krug über gefährliche Angreifer.

5.Die Perspektive: Bis zur Winterpause will der FCK-Coach nicht auf die Tabelle schauen. Vielmehr sollen die Leistungen der letzten Wochen bestätigt und der Lauf fortgeführt werden. Für den TSV ist der Aufstieg kein Muss, aber: „Wir wollen so lange wie möglich oben bleiben“, erklärt Langhans, dessen Team bereits am kommenden Dienstag gegen Eintracht Baunatal gleich im nächsten Hit gefordert ist. 

Von Fabian Seck

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