Tabellenführer siegt mit Glück und dank Lars Dohle – Bad Arolsen 4:1 bei Beiseförth

3:2 – Korbach dreht das Derby

Joker in Aktion: Korbachs Doppeltorschütze Lars Dohle (rechts) gegen den Waldecker Kevin Jahn. Foto: zmp

Korbach. Der TSV/FC Korbach hat mit viel Glück eine Niederlage im Derby gegen Eintracht Waldeck verhindert. Lange lag der Tabellenführer gegen tapfer kämpfende Gäste zurück, drehte dann aber in der zweiten Hälfte einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg.

Der TuS Bad Arolsen gewann mit 4:1 bei Beiseförth/Malsfeld und machte damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Rhoden/Schmillinghausen und Rengershausen trennten sich 2:2.

TSV/FC Korbach - Eintracht Waldeck 3:2 (0:2). Eine unglückliche Niederlage des Aufsteigers, der sich einen Punkt redlich verdient hatte. Die Eintracht bereitete Korbach vor allem im ersten Abschnitt einige Probleme, machte geschickt die Räume eng. Den Platzherren fiel dagegen überhaupt nichts ein. „Wir waren nicht anwesend“, stellte TSV/FC-Trainer Jörg Büchse zurecht fest. Dauz leistete sich sein Team in der Abwehr zwei Aussetzer: Der erste unterlief Matthias Rösner, dessen zu kurze Kopfballrückgabe Björn Bremmer erlief und von Torhüter Steven Schmelter nur per Foul gestoppt werden konnte. Den Elfmeter verwandelte Christian Schaller. Vor dem zweiten Gegentor unterlief Raphael Leibfacher ein Abspielfehler, Björn Bremmer nutzte diesen frei vor Schmelter zum 2:0. „Wir haben gut gespielt und taktisch super gestanden“, lobte Eintracht-Coach Jürgen Ihlefeld sein Team. Die wohl entscheidende Szene ereignete sich nach 62 Minuten. Nach einem Pass von Jonas Will hämmerte Lars Dohle den Ball an die Unterkante der Latte, von dort aus sprang der Ball nach unten – und nach Meinung des Schiedsrichterassistenten hinter die Linie. Eine Zentimeter-Entscheidung, über die man im Waldecker Lager nach Spielende diskutierte. „Der war nie im Leben drin“, sagte Torhüter Pasquale Kögel.

Mit dem Anschlusstreffer im Rücken drückte Korbach auf den Ausgleich, stellte hinten auf eine Dreierkette um und lief mit vier Stürmern gegen das Waldecker Abwehrbollwerk an. Dies hielt bis zur 79. Minute: Viktor Hardt tauchte freigesperrt von Lars Dohle vor dem Tor auf und traf zum 2:2. Und in der Nachspielzeit kassierte der TSV/FC dann sogar drei Punkte: Eine Kombination über Jan-Henrik Vogel, Jonas Will und Elias Mayer schloss in der Mitte erneut der eingewechselte Dohle ab – 3:2.

„Uns hat heute die Cleverness gefehlt“, urteilte Eintracht Coach Jürgen Ihlelfed, der vor dem Spiel sogar mit einer knappen Niederlage zufrieden gewesen wäre. „So ist das jetzt richtig traurig. Aber: Wir gehören in diese Klasse, das hat heute jeder gesehen.“

Korbach: Schmelter - Fabisch (67. Mayer), Müller, Rösner, D. Will (46. Rausch) - Leibfacher (46. Dohle), J. Will - Bangert, Vogel, Schwechel - Hardt.

Waldeck: Kögel - Jobs, Jahn, S. Lehmann, Pudlo - Bastian Bremmer, Weintraut (75. M. Lehmann). - Schaller (79. Schmik, 90. P. Kuhnhenn) - Schlömp - Bauer, Björn Bremmer. Zuschauer: 200.

SG Beiseförth/Malsfeld - TuS Bad Arolsen 1:4 (1:1). Beim Schlusslicht tat sich der TuS in der ersten Hälfte noch schwer. Nach 21 Minuten gelang Daniel Simon das 1:0 für die SG, allerdings glich Florian Pusch (25.) schnell aus. Im zweiten Abschnitt dann brachte Kevin Sobotta die Bad Arolser per Foulelfmeter schnell in Führung und damit auch auf die Siegerstraße (56.). Acht Minuten später erhöhte Giacomo König, Andreas Paskal (83.) beseitigte dann alle Zweifel am verdienten Auswärtssieg.

Bad Arolsen: Janzen - Kirchner, Hampe, Paskal, Weber, Pusch, Schwabauer, Berger, Geronimej (74. Kuhaupt), Sobotta (85. Florian Schmidt), König (74. Ackermann).

SG Rhoden/Schmillinghausen - TuSpo Rengershausen 2:2 (1:1). Gegen den Tabellensechsten holte sich Rhoden einen Punkt. Markus Melcher brachte die Platzherren nach 13 Minuten in Front, Yunus Emre Ulas (35.) und Nihat Cemali (55.) drehten die Partie für die Gäste. Doch Sebastiasn Scholz (71.) gelang der verdiente Ausgleich.

Rhoden/S.: Graute - Sterzel, Scholz, Delic, Siebert, Steinbach, Friele, Fennig (35. Varlemann), N. Melcher, Gelbert, Sek (88. Sinemus), M. Melcher. (tsp/red)

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