Fußball-Gruppenliga: Mit neun Remis verzeichnet der TSV Altenlotheim so viele wie kein anderer Klub

Trainer Mohr vom TSV Altenlotheim sieht noch viel Luft nach oben

Sah Licht und Schatten: Trainer Michael Mohr. Foto:  zmp

Altenlotheim. Als „Remiskönig“ ist der TSV Altenlotheim in die Winterpause der Fußball-Gruppenliga Kassel gegangen. Von den 16 Partien des Vereins vom Oberbach endeten neun unentschieden.

Wunsch und Wirklichkeit

Sechs dieser Begegnungen fanden auf fremden Plätzen statt. Der „Remiskönig der Liga“ zu werden, das hatte sich der neue Trainer Michal Mohr anders gewünscht. Er hatte mit einer besseren Punktausbeute gerechnet. „Die vielen Unentschieden relativieren die drei Niederlagen“, zeigt sich Mohr enttäuscht. Vor allem in der Defensive hatte sich der Coach einiges mehr erhofft, denn mit 37 Gegentreffern zählt diese zu den anfälligsten der gesamten Liga. Dennoch steht der TSV auf dem achten Tabellenplatz und hat noch alle Möglichkeiten, sich weiter nach oben zu arbeiten.

„Mit dieser Mannschaft ist mehr Luft nach oben drin. Für mich ist es die erste Saison, dennoch sind wir nicht satt und wollen noch weiter nach oben klettern.“ Daher arbeite seine Mannschaft hart in der Vorbereitung, um sich stetig zu verbessern.

Alt und Neu

Mit einem neuen System startete die Elf vom Oberbach in die Spielzeit. So wurde der Libero aufgelöst und die Defensive zu einer Viererkette formiert. In der Offensive setzt Mohr auf volle Durchschlagskraft und kann mit Kai Bremmer, Florian Heine, Alexander Köster und Karsten Trachte immer für Überraschungen sorgen.

Durch ihre offensive Ausrichtung verzeichnete die Mohr-Elf viele spektakuläre Partien. Im Durchschnitt fielen über vier Tore pro Partie mit Altenlotheimer Beteiligung. Nicht nur taktisch und spielerisch gab es Änderungen am Oberbach. Auch ein neuer Trainer hat das Sagen: Michael Mohr wechselte vom Kreisligisten SG Birkenbringhausen/Haine in die Gruppenliga.

Mit Lorenz Leicht wurde von der SG Vöhl/Basdorf/Werbetal ein Allrounder verpflichtet. Einen Abgang gibt es: Daniel Bamberger wechselt zum TSV Röddenau.

Licht und Schatten

In der Hinrunde stand Altenlotheim mehr im Schatten als im Licht. Dennoch waren gute Spiele dabei, an die es jetzt gilt anzuknüpfen. „Wir wollen in der Rückrunde richtig was reißen – die Moral stimmt dafür“, ist sich Mohr sicher. Besonders in den Schlussminuten habe sein Team unnötige Gegentore hinnehmen müssen. Gleich zweimal erlebte er zudem einen Totalausfall seines Teams und denkt ungern an die Auswärtspartie beim VfB Schrecksbach (1:5) und das Heimspiel gegen Rhoden/Schmillinghausen (1:1) zurück. Andererseits zeigte der TSV sein gutes Gesicht: Das Fußballherz höher schlagen ließen zum Beispiel die Spiele gegen Korbach 4:5, Wabern 4:3 und Neuental 4:4. Daher gelte es, an der Konzentration zu arbeiten, damit die Altenlotheimer zukünftig über die gesamte Spielzeit hellwach seien.

Die Prognose

Die Altenlotheimer stehen vor einer richtungweisenden Rückrunde. Genügend Potential ist vorhanden, doch die Elf von Trainer Michael Mohr muss in jedem Spiel an ihre Grenzen gehen und das absolute Optimum aus sich herausholen. Sollte dies gelingen, wird sich das Team fest im oberen Tabellendrittel etablieren können. Dennoch müssen sie gewarnt sein: Mit erst vier Siegen im Rücken muss trotzdem der Blick vorerst Richtung Tabellenkeller gerichtet werden. (zbj)

Von Björn Weickert

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