Stadtderby: Brunslar/Wolfershausen entführt drei Punkte aus Felsburg-Stadion - Aufsteiger zu harmlos

Nico Röhn „mächtig stolz“ auf SG

Sein Treffer reichte nicht: Alexander Müller (FV) ist hier dem SG-Spielertrainer Nico Röhn entwischt, der mit seiner Elf den knappen Vorsprung über die Zeit brachte. Foto: Kasiewicz

Felsberg. Mit taktischer Finesse, Leidenschaft und zwei Toren in der ersten halben Stunde entführte die SG Brunslar/Wolfershausen im Stadtderby bei Neuling FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz verdient drei Punkte aus dem Felsburg-Stadion. Auch mit einer Leistungssteigerung nach der Pause konnte der Gastgeber die 1:2 (1:2)-Pleite nicht mehr verhindern.

Schon früh wurde klar, wie sich die Gäste dieses Spiel vorgestellt hatten: Mit einer vielbeinigen Defensive dem Gegner kaum Spielraum lassen. Und selbst über Konter den Erfolg suchen. Begünstigt durch Fehler der Abwehr des Aufsteigers gelang dies bereits früh. Sören Hohmanns erstem Versuch stand FV-Torsteher Islam Elgaz noch im Wege, der zweite jedoch von Marco Wollmann saß, und die SG führte mit 1:0 (15.).

Nach der nächsten Gelegenheit gar 2:0: Sascha Wills, gerade einmal sieben Minuten auf dem Spielfeld, traf von links präzise ins lange Eck (31.). „Wir haben hinten Fehler gemacht und nach vorne zu viel durch die Mitte agiert“, beschrieb FV-Trainer Armin Rohde die Defizite seiner Elf. Wenig überraschend daher auch, dass der Anschlusstreffer des Neulings durch einen Standard fiel, als Alexander Müller einen Freistoß gekonnt über die Mauer ins linke Toreck zirkelte (44.).

Motiviert durch dieses Tor kurz vor der Halbzeitpause erhöhten die Hausherren nach dem Wechsel die Schlagzahl. Wirklich zwingende Torchancen sprangen dabei jedoch nicht heraus. Die Defensive der Gäste musste nun Schwerstarbeit verrichten und wurde nur noch selten durch eigene Angriffe entlastet. Hinzu kam, dass Abwehrchef und Kapitän Sven Hofmeister wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot das Spielfeld verlassen musste (80.).

Kurz zuvor hätte SG-Torjäger Wollmann für die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste sorgen können. Nach einem der wenigen Konter tanzte er die FV-Abwehr aus. Anstatt den Torabschluss zu suchen, wollte er auch den Torhüter noch umspielen, wurde dabei von Elgaz aber elfmeterreif gefoult. Allein der Pfiff des Unparteiischen blieb dabei aus (77.). Am Gäste-Coup änderte das letztlich aber nichts.

„Ich bin mächtig stolz auf mein Team“, erklärte SG-Trainer Nico Röhn. Der aufgrund Personalmangels selbst über die volle Distanz gehen musste. • FV: Elgaz - Ögün, Sattelmacher, Merker, Melke - Vollgraf, Melake, Römer (86. Demirdag - Fennel (55. Coku), Müller, Engler (71. Cil). SG: Beuscher - Möller, Kördel, Hofmeister, Knöpfel - Grasse, Röhn - L. Tippel (90. Schmidt), Gerhold (83. Müller), Hohmann (24. Wills) - Wollmann.

Von Bernd Knauff

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