FC Körle spielte und spielte und spielte und gewann vor allem mehr als die anderen heimischen Teams

Pokalsieg als Sahnehäubchen

Kampf um den Ball: Der Homberger Verteidiger Daniel Arrich (links) und der Körler Angreifer Thomas Melnarowicz. Foto: Kasiewicz

Körle. Kein Aufsteiger, kein Verein in der Aufstiegsrelegation, doch mit der SG Beiseförth/Malsfeld und dem VfB Schrecksbach zwei Absteiger. Nicht wirklich erfreulich gestaltet sich der Blick auf die Schlussbilanz der neun heimischen Vereine in der Fußball-Gruppenliga nach der Saison 2014/15. Freilich mit Ausnahmen. Allen voran der Tabellendritte FC Körle (58 Punkte, 67:32 Tore).

Obwohl auch die Elf von Spielertrainer Jörg Müller den zweiten Platz hinter Meister Korbach, und die Chance, über die Relegation aufzusteigen, verpasst hat, spielte der FCK eine Saison, wie man sie im Fußball nur selten vorfindet. Begründet vor allem in den Auftritten nach dem Ende der Winterpause, in der die Elf um Kapitän Alexander Schmidt schier Unglaubliches geleistet hat: In zehn Wochen wurden 19 Pflichtspiele ausgetragen, von denen nur zwei verloren gingen. Darunter die Pokalerfolge gegen Hessenligist 1. FC Schwalmstadt (2:1) und der SG Immichenhain/Ottrau im Endspiel (2:0) als Sahnehäubchen.

Nach sechs Siegen und einem Remis perfekt gestartet, ging die Elf von Torwart und Präsident Sven Sennhenn in den Spielen gegen Bad Wildungen (1:2), Homberg (0:2), Waldeck (0:4) und Korbach (1:3) leer aus. Doch es folgte eine famose Rückrunde. „Wir haben einfach unheimlich viel Spaß gehabt und sind von Roten Karten und Verletzungen verschont geblieben“, erklärt Jörg Müller. Und lobt seine verschworene Gemeinschaft, die sich unter schwierigen Bedingungen richtig reingekniet hat. Was die Grundlage war für die Erfolge mit fast ausschließlich englischen Wochen. Zusammen mit Bad Wildungen das beste Auswärtsteam (je 35 Punkte) standen beim FCK zehn Spieler im Kader, die in mindestens 24 Begegnungen dabei waren. Allen voran die Dauerbrenner Fitim Islami (30), Marcel Riemann (29) und Thomas Melnarowicz (29).

„Wir haben den Grundstein für die Neuaufbau eines Teams gelegt und wollen möglichst mit einem 18er-Kader in die neue Saison gehen“, geht der Blick von Spielertrainer Müller voraus. Nach den Verpflichtungen von Luis Taube Dennis Alberding und Patrick Schäfer wird Tobias Scherbaum nach langer Verletzungspause zurück erwartet.

Von Bernd Knauff

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