Gruppenliga-Fazit: Mengsberg mit Beständigkeit zum Titel – Felsberg mit fantastischer Aufholjagd

Röhn-Team sorgte für Furore

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Prägende Figur für Felsberg in der Rückrunde: Alexander Müller (rechts) – hier beim Testspiel gegen Marco Dawid (KSV Hessen Kassel) – schoss 20 Tore für sein Team.

Schwalm-Eder. Meister Mengsberg sowie Neuling Felsberg/Lohre/Niedervorschütz und die SG Brunslar/Wolfershausen sorgten für die Glanzlichter der abgelaufenen Saison der Fußball-Gruppenliga, die Neuental/Jesberg und Immichenhain/Ottrau verlassen müssen. Ein Fazit.

Die Herausragenden

Meister wurde mit dem TSV Mengsberg die beständigste Mannschaft. Nur fünf Niederlagen leistete sich die Elf von Trainer Mario Selzer, zwei in der Hinrunde, drei in der Rückrunde. Das ist Liga-Bestwert. Dahinter erscheint der sechste Platz der SG Brunslar/Wolfershausen überraschend, ist es jedoch nicht. Trainer Nico Röhn hat sein Team kontinuierlich weiter entwickelt. Nach dem Aufstieg dreimal 13. wurde die Elf um die Kapitäne Sven Hofmeister und Stefan Grasse in der Vorsaison Zehnter und diesmal Sechster.

Imponierend auch die Wiederauferstehung des FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz. Nach 13 Spieltagen Tabellenletzter mit nur zwei Punkten und 56 Gegentoren sowie zehn Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz ließ die Rohde-Elf ließ dem totalen Fehlstart eine fantastische Serie von elf Siegen, vier Unentschieden und nur zwei Niederlagen folgen. Torhüter Islam Elgaz – von Trainer Roland Borrmann zu einem echten Rückhalt ausgebildet – sowie Angreifer Alexander Müller, der mit 20 Toren mehr als ein Drittel aller Treffer erzielte, prägten den Erfolg ihres Vereins, der trotz der schwachen Hinrunde an Trainer Armin Rohde festhielt. Und dafür mit dem Klassenerhalt belohnt wurde.

Ähnliches gilt auch für den FC Homberg. Bei dem das Projekt mit Florian Seitz als einem jungen Spielertrainer als Viertletzter nach lediglich zehn Punkten aus der Hinrunde bereits bedenklich wackelte. Doch auch die Kreisstädter ließen eine bemerkenswerte Rückrunde mit zehn Siegen und zwei Remis folgen. Was ihnen den dritten Rang in der Halbjahreswertung einbrachte.

Die Enttäuschten

Stetig weiterentwickelt: Nico Röhn, Trainer der SG Brunslar/Wolfershausen, kletterte mit seinem Team in dieser Saison auf den sechsten Platz vor.

Die zweite Saison in einer neuen Spielklasse ist gemeinhin die schwerere. Diese Erfahrungen musste auch die SG Immichenhain/Ottrau machen. Wirtschaftlich nur mit begrenzten Möglichkeiten ausgestattet, konnte die Elf von Spielertrainer Helge Hastrich personell nicht zulegen. Probleme, die durch das Verletzungspech von Daniel und Tobias Itzenhäuser, Felix Wind, Guido Loth, Christian Gabel und Christian Walter noch verschärft wurden. In der Vorsaison im letzten Spiel noch gerettet, misslang diesmal der Klassenerhalt nach lediglich 24 Toren in 30 Spielen.

Probleme im Kader waren auch die Ursache für den Rückzug der SG Neuental/Jesberg in die Kreisoberliga. Nach dem Ausscheiden von Spielertrainer Hannes Alter am elften Spieltag noch Dritter mit 21 Punkten, standen nach den folgenden 19 Spielen nur noch 15 Zähler auf der Habenseite. Was zwar rechnerisch den Klassenerhalt bedeutete, jedoch nicht die Lösung der Schwierigkeiten.

Die Offensivstärksten

Korbach stellte den besten Angriff mit 105 Toren. Und hatte in Christoph Osterhold auch den treffsichersten Schützen (27 Treffer). Was jedoch nicht zur Meisterschaft reichte. Denn da entscheidet der direkte Vergleich zwischen zwei punktgleichen Teams. Und da hatte Mengsberg die Nase vorn.

Die Engelhainer stellten zugleich das zweitbeste Team mit 80 Toren, gefolgt von Körle (69), Kirchberg/Lohne (65) und Wabern (64). Das Kontrastprogramm lieferte Immichenhain/Ottrau mit nur 24 Treffern in 30 Spielen. Unter den besten Sechs der Torjäger befinden sich mit Paul Graf (22), Alexander Müller (20) und Marco Wollmann (17) drei heimische Akteure.

Die Defensivstärksten

Nur 32 Gegentore in 30 Spielen bildeten die Grundlage für die Meisterschaft des TSV Mengsberg. Sowie die Tatsache, dass die Selzer-Elf mit Tobias Bechtel sowie dem verletzten Tobias Girschikofsky zwei gleichstarke Torhüter zur Verfügung hatte. Davor ließen Alexander Wesner, Dardan Rama, René Dingel, Maximilian Krähling und Marcel Fischer nur wenig zu.

Ähnliches gilt für den FC Körle (38) mit Mario Umbach und Sven Sennhenn als Rückhalt hinter Felix Lenz, Tobias Scherbaum und Marcel Riemann. Sowie die Abwehr des Überraschungsteams der SG Brunslar/Wolfershausen (39) mit Torwart Clas Beuscher, Lukas Tippel, Michael Kördel, Sven Hofmeister und Sören Hohmann. Ganz unten in der Tabelle musste Waldecks Torsteher Paquale Kögel 104 Mal den Ball aus seinem Tornetz holen.

Von Bernd Knauff

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