Fußball-Gruppenliga: Wildungen/F. setzt sich mit 3:0 im Derby gegen Arolsen durch

Schneider-Tor ins Glück

Hoch zum Leder: Zweikampf zwischen dem Bad Arolser Giacomo König (links) und dem Bad Wildunger Markus Wagner. Foto: zmp

Bad Arolsen. Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein hat das Derby beim TuS Bad Arolsen in der Fußball-Gruppenliga Kassel mit 3:0 (0:0) für sich entschieden und damit den zweiten Tabellenrang gefestigt. Dabei brachten zwei Standards nach dem Wechsel die Gäste auf die Siegerstraße. Besonderer Höhepunkt der Partie am Mittwochabend war der Treffer zum 2:0, als Dominik Schneider das Leder aus 30 Metern in den linken Torgiebel jagte.

Dabei starteten die Gastgeber auf dem Hartplatz des Richard-Beekmann-Sportgeländes besser in das Waldecker Derby. Giacomo Königs Direktabnahme aus 20 Metern flog links am Gehäuse vorbei und stellte den ersten Annäherungsversuch des TuS dar (4.). Die größte Chance bot sich in Minute 23, als Andreas Paskal links Florian Pusch auf die Reise schickte. Dessen Schuss lenkte SG-Keeper Niclas Köhler am langen Pfosten vorbei (23.). Kurz darauf verlängerte Pusch einen Paskal-Freistoß aus halblinker Position. Erneut parierte Köhler glänzend (25.). Auf Seiten der Gäste boten sich keine nennenswerten Möglichkeiten. „Mit ein bisschen Glück geht ein Ding in Halbzeit eins mal ins Tor“, trauerte TuS-Coach Uwe Schäfer den ausgelassenen Gelegenheiten hinterher.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der Tabellenzweite dann eiskalt. Dabei waren vor allen Dingen die ruhenden Bälle von Dominik Schneider der Schlüssel zum Erfolg. Zunächst zirkelte er einen Freistoß von der linken Außenlinie an den kurzen Pfosten, wo Wathling den Ball sehenswert mit der Hacke verlängerte und Krollpfeiffer am langen Pfosten nur noch einschieben musste (49.). Die Gastgeber hatten sich kaum geschüttelt, da lag das Spielgerät schon wieder im eigenen Netz. Schneiders bereits beschriebener Freistoß-Kracher der Marke „Tor des Monats“ schlug unhaltbar für Janzen im Winkel ein (53.).

In der Folgezeit übernahm der Gast die Spielkontrolle und ließ in der Defensive nichts mehr anbrennen. Den Hausherren war sichtlich der Zahn gezogen worden. So erspielten sich die Schützlinge von Daniel Döhring weitere Einschussmöglichkeiten. TuS-Schlussmann Torsten Janzen zeichnete sich bei den Schüssen von Kai Döhring (69.) und Jan Kramer (76.) aus. Nach einer Kopfballverlängerung hatte sich Kevin Wathling über links durchgesetzt, scheiterte aber aus spitzem Winkel ebenfalls am Torwart der Heimelf (78.). Auf der Gegenseite wurde Geronimei im letzten Moment abgeblockt (79.), ehe Kramer für den Schlusspunkt der Partie sorgte. Nach feinem Zuspiel von Wahtling schoss er im zweiten Versuch ein (90.).

SG-Trainer Daniel Döhring sprach am Ende von „Kleinigkeiten“, die das Spiel entschieden hätten. „Die Standards haben den Unterschied gemacht“, befand er und zeigte sich angetan vom 2:0 durch seinen Schützling Schneider. „Das war ein absolutes Traumtor.“ Sein Gegenüber Uwe Schäfer sah in diesem Treffer ebenfalls die Entscheidung, bilanzierte aber positiv: „Die Niederlage tut nicht weh, ich mache den Jungs keinen Vorwurf.“

Von Jan Pohlmann

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