Die Brüder Florian und Fabian Korell wollen ihren Heimatverein TSV Wabern zum Aufstieg schießen

Schrecken aller Abwehrspieler

Kommen bislang zusammen auf 30 Saisontore: Die Brüder Florian (links) und Fabian Korell spielen für Gruppenligist TSV Wabern. Foto: Kasiewicz

Wabern. Sie sind das beste Offensivduo der Fußball-Gruppenliga. Die Brüder Florian und Fabian Korell. Der 28-Jährige Stürmer Florian Korell kommt bislang auf 13 Saisontore. Sein jüngerer Bruder Fabian (22) traf bereits 17 Mal – in 17 Spielen. Aber wie lange können die Brüder noch zusammenspielen?

Schon immer spielten die beiden für den TSV Wabern. Selbst als Eintracht-Fan Florian Korell in Kassel wohnte. „Ich bin da lieber eine halbe Stunde nach Wabern zum Training gefahren, als mich einem anderen Verein anzuschließen“, sagt der Kapitän des Gruppenligisten. Dabei waren Angebote zuhauf da, ebenso wie jetzt bei seinem Bruder, der noch bei den Eltern in Wabern wohnt. Für Florian kam ein Wechsel nie in Frage. „Ich wollte nicht für einen vierstelligen Betrag meine Seele verkaufen. Mir ist Bodenständigkeit wichtiger. In Wabern kann ich mit all meinen Freunden in einem Verein spielen“, sagt der 28-Jährige. Und seit fünf Jahren auch zusammen mit seinem Bruder. Wobei Fabian Korell schon früher bei jedem Spiel dabei war. „Egal, wann mein Bruder gespielt hat. Ich habe immer zugesehen“, erinnert er sich.

Jetzt haben die Torjäger noch ein Ziel. Den Tabellenzweiten TSV Wabern zurück in die Verbandsliga schießen! „Es wäre einfach großartig, im entscheidenden Relegationsspiel in Wabern den Aufstieg zu feiern“, sagt Florian Korell. Das Ziel scheint greifbar, der TSV liegt auf dem zweiten Platz. Und womöglich spielen die ziemlich gleich tickenden Brüder dann noch eine Saison zusammen.

Denn auch wenn Florian (Vorbild: Francesco Totti) immer für einen Verein spielte, könnte er es verstehen, wenn sein Bruder (Vorbild: Mario Götze) den Sprung in eine höhere Liga wagen würde. „Ich habe ja mit Wabern noch in der Landesliga gegen Mannschaften wie Fulda, Lohfelden und Flieden gespielt. Fabian hat auf jeden Fall das Talent für die Hessenliga. Es ist aber immer die Frage, ob man so eine Belastung mit dem Beruf vereinbaren kann.“ Denn auch an der Arbeit spielen die Korells im Team – in derselben Abteilung bei VW.

In einer Saison schaffte der Schrecken der Gruppenliga 60 Saisontore. Auch die sind in dieser Serie greifbar. Dabei kommt den beiden zugute, dass Fabian Korell merklich ruhiger auf dem Feld geworden ist. „Früher war ich ein Hitzkopf und habe öfter mal die Rote Karte gesehen“, erinnert er sich. Der erste Trainingsplatz für die beiden Waberner war übrigens der gemeinsame Garten. Zusammen mit Cousin Maximilian Korell wurde dort stundenlang gekickt.

Bei den vielen Gemeinsamkeiten der Geschwister fällt es schwer, Unterschiede auszumachen. Nur soviel: Der eine (Fabian) ist Single, der andere (Florian) isst vor Spielen gar nichts, während der jüngere regelrechte Fleischberge vernichtet. In dieser Saison zählen die beiden Torjäger übrigens zu den beliebtesten Spielern im Team. Denn die Korells müssen schon 25 Kisten Bier für die Mannschaftsfahrt besorgen. Die ist unter anderem dann fällig, wenn einer von beiden im Bild oder in der Überschrift der HNA erscheint – und das dürfte bis Saisonende noch sehr viel öfters der Fall sein.

Von Daniel Schneider

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