Schwalmstadt II droht wieder ein Punktverlust

Schoss zwei Tore in Bad Arolsen: Schwalmstadts Stürmer Brian Mitchell (l., hier im Spiel der A-Jugend gegen Vellmar). Foto: Hahn

Bad Arolsen. Dem 1. FC Schwalmstadt II droht erneut ein Punktabzug am grünen Tisch. Wie Klassenleiter Horst Riemenschneider auf Anfrage bestätigt, haben die Verantwortlichen des TuS Bad Arolsen Einspruch gegen die 3:3-Wertung des Spiels in der Fußball-Gruppenliga eingelegt.

Was war da denn los? Nach Auskunft von Riemenschneider konnten sich gleich fünf Akteure der Gäste weder per Spielerpass noch Personalausweis legitimieren. Schiedsrichter Martin Lilienthal (Baunatal), der sich nicht zu den Vorfällen äußern wollte, vermerkte das nach Aussage Riemenschneiders im Spielbericht, pfiff die Partie aber an. Gleichwohl wussten die Gäste, dass sie den Vergleich somit eigentlich schon 0:3 verloren hatten. Eine Entscheidung wird das Regionalsportgericht um den Vorsitzenden Gebhard Neurath fällen.

„Es war ein ziemliches Tohuwabohu, weil sich einige von uns nicht ausweisen konnten“, bestätigt Verbandsliga-Stammkraft Ricardo Seck, der in der „Zweiten“ aushalf. Erst mit zehn Minuten Verspätung ging die Begegnung über die Bühne. Sogar ein Nichtantritt des FCS II schien möglich. „So etwas habe ich in meiner gesamten Karriere nicht erlebt“, erklärte TuS-Spielertrainer Sergej Schwabauer.

Einen ähnlichen Fall hatte es in der Hessenliga gegeben. Da gewann der TSV Lehnerz mit 3:0 gegen Stadtallendorf, verlor aber mit 0:3 am grünen Tisch, weil sich Sebastian Bartel zu spät ausweisen konnte. Zudem bekamen die Osthessen 150 Euro Geldstrafe - ähnliches droht Schwalmstadt II.

Pikant: Am 29. August hatte die Verbandsliga-Reserve mit 2:1 gegen den TSV Mengsberg gewonnen, dabei aber zu viele Akteure aus der „Ersten“ eingesetzt, so dass der Sieg nachträglich in eine 0:3-Niederlage umgewandelt wurde. Auch deshalb ist das Team des neuen Trainers Siegfried Rupprich Vorletzter. (sbs/red)

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