Neuental/Jesberg vom Abstiegskandidat zum Spitzenteam – im Derby ohne Druck

Standortbestimmung für Wabern

Ohne Anlaufprobleme in der Gruppenliga: Neuzugang Florian Grebing (hier noch im Engliser Trikot), der mit Neuental/Jesberg optimistisch ins Kreisduell geht. Foto: Kasiewicz

JESBERG. Im Fußball nach nur vier Spieltagen eine seriöse Saisonprognose zu stellen, ist eigentlich nicht möglich. Erste Tendenzen dagegen können schon erkennbar sein. So wie bei der SG Neuental/Jesberg vor dem Kreisduell der Fußball-Gruppenliga gegen den TSV Wabern (heute ab 17 Uhr in Jesberg).

Im Vorjahr erst mit dem 3:2-Erfolg gegen Meister Korbach den Klassenerhalt gesichert, haben die Kicker vom Fuße des Kellerwaldes aus dieser gebrauchten Saison wohl die richtigen Schlüsse gezogen. Beispielsweise mit Hannes Alter einen überaus erfahrenen Fußballer nicht nur als Spieler, sondern auch als Übungsleiter verpflichtet. Das gleiche gilt für Co-Trainer Ibrahim Zahirovic, der nach einem Jahr vom Verbandsligisten FV Melsungen 08 zurückkehrte.

Auch die Neuzugänge Emin Dag, der bereits im Winter aus Fritzlar kam, sowie Andreas Römpke, Florian Grebing, Matiullah Razaq und Florian Pietzner haben bei der SG voll eingeschlagen.

Mit dem 45-jährigen Routinier Römpke konnte der aktuelle Tabellendritte sein Torhüter-Problem lösen. Razaq und Alter haben bereits in Körle zusammen gekickt. Erfreulich auch, dass Grebing und Pietzner (SG Englis) auf Anhieb den Sprung von der Kreisoberliga in die Gruppenliga geschafft haben.

„Wir spielen ohne Druck“, nennt Zahirovic einen weiteren Grund für die Fortsetzung der Erfolge aus der Endphase der letzten Saison, nun jedoch mit einem runderneuerten Team. Allein die Sperre von zehn Pflichtspielen für Marcel Grosse nach seiner Unsportlichkeit aus dem Spiel in Waldeck passt da nicht so recht ins Bild.

Durchwachsener Start

Im Team des TSV Wabern standen mit Torhüter Kim Sippel und Johannes Kördel zwei der Neuzugänge in allen drei bislang absolvierten Punktspielen auf dem Platz. Konnten jedoch den durchwachsenen Start mit einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage auch nicht verhindern.

Verglichen mit dem Saisonstart des Vorjahres ist dennoch eine Steigerung zu verzeichnen, denn damals setzte es an den ersten vier Spieltagen vier Pleiten. „Diese Partie wird eine erste Standortbestimmung sein“, erwartet TSV-Spielertrainer Christian Leck eine deutliche Steigerung seiner Elf gegenüber dem 1:1 gegen Waldeck.

Von Bernd Knauff

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