TuSpo Rengershausen: Bitterer Tag für Trainer Tuncay Aral

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Kann sein Team erst einmal nicht auf die nächsten Aufgaben einstimmen: Rengershausens Coach Tuncay Aral.

Baunatal. Die personelle Lage beim TuSpo Rengershausen vor dem Heimspiel der Fußball-Gruppenliga 1 gegen den FC Homberg war äußerst angespannt. David Fichte und Konstantin Schaab? Verletzt. Caner Kirmizi? Gesperrt. Daniel Djukic? Urlaub.

Und Zdenek Kout? Auslandsaufenthalt. Um die Situation zu entschärfen, entschied sich TuSpo-Trainer Tuncay Aral, noch einmal selbst aufzulaufen. Auf der Bank hatte er lediglich noch zwei Akteure aus der Reserve.

„Ich bin zwar 37, aber ich fühle mich noch wie 25“, sagt Aral selbst. Doch dafür, dass er die Rolle als Spielertrainer übernahm, wurde er bitter bestraft. Aral, früher unter anderem Oberliga-Spieler beim KSV Baunatal, OSC Vellmar und FSC Lohfelden, erlitt einen Achillessehnenriss und wird bereits am Mittwoch in den Städtischen Kliniken in Kassel operiert.

Das war passiert

Bis eine Viertelstunde vor Ende lief alles wunschgemäß. Arals Team hatte bereits die Weichen zum 2:0-Erfolg gestellt. „Ich hatte meinem Co-Trainer bereits signalisiert, dass wir nach der nächsten Aktion wechseln werden“, erklärt der 37-Jährige. Ausgewechselt wurde Aral dann auch in der 78. Minute – aber nicht mehr aus freien Stücken. „Ich hatte einen Schritt nach vorn, einen zurück und wieder einen nach vorn gemacht. Dann tat es einen Knall, und es zog sofort bis in die Wade hinein“, erinnert sich der Rengershäuser Coach. Erst dachte er, es habe ihn ein Gegenspieler am Fuß erwischt. Doch als er sich umschaute, war um ihn herum niemand.

Das sind die Auswirkungen

Wenn es etwas Positives gab für Tuncay Aral an diesem Nachmittag, dann war es nur das, dass seine Mannschaft die drei Punkte eroberte und sich auf den achten Tabellenplatz verbesserte. Ansonsten konnte er nur Trübsal blasen. „Ich hatte früher mal einen Ermüdungsbruch. Aber so eine schlimme Verletzung hatte ich noch nie in meiner Karriere“, bedauert der TuSpo-Trainer.

Da er unters Messer muss, fällt Aral vorerst aus und kann nicht bei den Auswärtsbegegnungen am Mittwoch ab 18.30 Uhr beim TSV Mengsberg sowie am Sonntag ab 15 Uhr bei der SG Bad Wildungen/Friedrichstein dabei sein. Jetzt muss ihn sein gleichaltriger Assistent Selim Nebilir vertreten. „Tuncay lebt Fußball, das wissen unsere Jungs, und deswegen werden wir am Mittwoch auch für ihn spielen“, betont Nebilir. Da voraussichtlich Djukic und Kout wieder an Bord sind, hat Rengershausen wieder einige personelle Alternativen mehr als am Sonntag – als Aral seinen Einsatz teuer bezahlen musste.

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