Werbung für sich machen: Vipers wollen mit guter Leistung Fans gewinnen

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Abgewehrt: Wildungens Torfrau Manuela Brütsch (rechts), die hier gegen Crina Pintea (Thüringer HC) pariert, will gegen Buxtehude den Gästeangreiferinnen das Leben schwer machen.

Korbach. Alles andere als gut sind die personellen Voraussetzungen der HSG Bad Wildungen vor der wegen der Deutschen Jugendbillardmeisterschaften in der Ense-Halle in die Korbacher Kreissporthalle verlegten Partie (Samstag, 19 Uhr) gegen Buxtehude.

Neben den langzeitverletzten Torjägerinnen Laura Vasilescu (Knieoperation) und Cristina Mihai (Schulteroperation) müssen die Vipers gegen den Siebten noch auf Ersatzkeeperin Helen van Beurden verzichten, die wegen einer Entzündung an der Hüfte laut Trainerin Tessa Bremmer definitiv ausfällt.

So wird der Elfte gegen den Pokalsieger mit Manuela Brütsch als einziger Torfrau in die Partie gehen. Sollte der Schweizer Nationalkeeperin etwas passieren, müsste wohl Angela Cioca das HSG-Tor hüten. Trotz des nur noch elfköpfigen Kaders wollen die Vipers mit einer guten Leistung Werbung für sich machen. „Wir hoffen, dass wir durch das Spiel in Korbach neue Fans gewinnen und wollen eine bessere Performance als in Berlin bieten“, sagt Dieter Trippen. Dort war die HSG beim Debüt des Interimstrainers mit 28:39 untergegangen. Auch morgen wird der 49-Jährige wieder auf der Vipers-Bank sitzen.

Um nach zuletzt 1:9 Punkten eine Siegchance zu haben, „müssen wir unsere Abwehr stabilisieren“, sagt Trippen. „Wir müssen in der Deckung extrem aggressiv sein und zeigen, dass wir da sind“, fordert Bremmer einen größeren Einsatzwillen, der ihrem Team in Berlin fehlte. Zudem müsse ihre Mannschaft im Angriff mit mehr Ruhe agieren. „Wenn es chaotisch bei uns wird, haben wir keine Spielerin im Rückraum, die Ruhe reinbringt“, sagt die HSG-Trainerin.

„Wir haben gegen Buxtehude oft gut mitgehalten und sind gegen sie nicht chancenlos, auch wenn sie eine erfahrene und gute Mannschaft haben“, sagt Bremmer, deren Team das Hinspiel Ende Oktober nach guter Leistung mit 25:30 verlor.

Während Buxtehude nach einer verkorksten Runde zwischenzeitlich nur Zehnter war, hat die Mannschaft von Trainer Dirk Leun zuletzt beim 20:17-Sieg in Dortmund, den Trippen vor Ort verfolgte, und beim 29:29 gegen Bietigheim überzeugt.

„Das ist eine gute Truppe, die trotz ihrer Verletzungsprobleme eine starke erste Sieben hat“, sagt Trippen und Bremmer ergänzt: „Die sind so wie wir nach dem Ausfall von Vasilescu enger zusammengerückt und haben ihre schwächere Phase hinter sich. Außerdem haben sie immer noch mehr Alternativen als wir.“ Dass Buxtehude „so viele Punkte bisher abgegeben hat, hat mich überrascht“, sagt Bremmer.

Bremmer und Trippen wollen gegen das Team der Nationalspielerinnen Isabell Klein und Lone Fischer ihre Stammsieben von Beginn an aufbieten, wobei einzig fraglich ist, ob auf der Linksaußenposition Johanna Stockschläder oder die voll genesene Miranda Schmidt-Robben in der Anfangsformation stehen.

Die Trainer hoffen, dass die Zuschauer in Korbach die Vipers unterstützen werden. Dass ihr Team in der Woche in der für Erstligaverhältnisse engen Kreissporthalle schon trainiert hat, während die Ausweichspielstätte für Buxtehude neu sein wird, ist sicherlich kein Nachteil. (jh)

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