Aufstiegsrunde zur Verbandsliga: FC Bosporus startet mit 1:2-Niederlage bei Bad Wildungen/Friedrichstein

Azizis Treffer kommt zu spät

Durch die Mitte: Der Bad Wildunger Waldemar Schubert wird hier unsanft gestoppt von Bosporus-Torschütze Bilal Azizi (links). Rechts: Kassels Ugur Kahraman. Foto:  Lange/nh

Bad Wildungen. Angefangen wie ein guter Verbandsligst und geendet wie ein mittelmäßiger Gruppenligist. Es war schon stark, was die Spieler des FC Bosporus Kassel in der Anfangsphase im Aufstiegsrundenspiel zur Fußball-Verbandsliga bei der SG Bad Wildungen/Friedrichstein auf den Rasen brachten: gutes Pressing weit in des Gegners Hälfte, Laufbereitschaft und immer wieder der Versuch, mit gutem Passspiel spielerische Lösungen zu suchen. Am Ende stand allerdings für den Kasseler Vertreter eine 1:2 (0:1)-Niederlage.

„Wir haben die Dinger einfach nicht gemacht, dann wäre das Spiel anders ausgegangen. Die Wildunger haben nichts Großartiges geleistet, aber wir haben uns von dieser Spielweise anstecken lassen. Noch ist alles offen, was die Chance auf den Aufstieg angeht“, sagte Bosporus-Trainer Yusuf Barak nach dem Spiel.

Die Gastgeber hatten gegen dieses aggressive Spiel zunächst keine Lösungen. Das Zweikampfbild zeigte leichtfüßige Kasseler gegen schwerfällige Wildunger. Und die Gäste hatten die besseren Chancen: Ein Kopfball von Nihat Cemali (17.) und ein Heber von Ismet Yeguel (19.) fanden allerdings nicht ihr Ziel.

Die Spielweise von Bosporus bedeutete viel Laufarbeit. Als die nach rund 25 Minuten nachließ, kam Bad Wildungen leichter zur Spieleröffnung. Der erste gut kombinierte SG-Angriff fand in der 22. Minute statt, als Kramer vergab. Fast wie aus dem Nichts fiel dann der Wildunger Führungstreffer durch Waldemar Schubert (40.), der nach einem Pass von Dominik Schneider allein vor Torwart Antonio Rega auftauchte und den Ball mit etwas Glück im Tor unterbrachte. Dieser Treffer lähmte die Aktionen von Kassel zusätzlich.

Nach dem Wechsel fand zunächst kein Team zu seinem Spiel. Es gab viel Mittelfeldgeplänkel. Dass die Gastgeber vor rund 400 Zuschauern ihre Führung trotzdem ausbauen konnten, lag an einem Abwehrfehler von Otto Hofmann, der den Ball auf der linken Seite gegen Jan Kramer vertändelte. Der Wildunger Stürmer ließ in der 53. Minute einen weiteren Gegenspieler aussteigen, drang in den Strafraum ein und überwand mit einem Flachschuss auch Torwart Rega.

Bad Wildungen schaltete nun auf verstärkte Defensive um, ließ den Gegner kommen, aber der hatte nicht mehr das Tempo und das Passspiel, um dieses Bollwerk noch zu knacken. Was am Anfang sehr kreativ begann, war jetzt nicht mehr abrufbar. Und genau jene biedere Spielweise, die Bosporus-Trainer Yusuf Barak den Wildungern zum Vorwurf machte („Die spielen doch nur lange Bälle nach vorn“), boten nun die Kasseler. Die überhastet vorgetragenen Aktionen waren eine leichte Beute für die SG-Hintermannschaft. Ein guter Angriff führte zwar noch zum Anschlusstreffer durch Bilal Azizi (90.), der aber kam zu spät.

Von Reinhard Schmidt

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