Handschrift von Trainer Valentin Plavcic wird beim TuSpo Grebenstein deutlich

Mit Ballbesitz zum Erfolg

„Warum gebt ihr den Ball her?“ scheint hier Grebensteins Trainer Valentin Plavcic zu sagen. Foto: Hofmeister

Grebenstein. Valentin Plavcic stapelt tief: Der Anfang, der jetzt zu Ende gegangenen Saison, verlief nicht optimal, meint der Trainer von Fußball-Gruppenligist Grebenstein, weil die Vorbereitung zu kurz gewesen sei, um sich einzuspielen. Weil immer wieder Spieler, teils auch beruflich bedingt, fehlten, hatte man nur „zwei richtige Vorbereitungswochen für die Saison.“ Als sich die Mannschaft dann zusammengefunden hatte, lief es besser.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte: Nach und nach drückte Plavcic der Mannschaft seinen Stempel auf. Das dauerte, bis die Laufwege der Spieler harmonierten und auch nach außen sichtbar wurde. Plavcic setzt auf Ballbesitz. In manchen Begegnungen, weiß Kapitän Hannes Drube, „haben wir das auch ganz gut umgesetzt.“ Über 30 bis 40 Minuten war der TuSpo dann nicht nur optisch überlegen, sondern erspielte sich zahlreiche Torchancen. Am Ende der Saison ließ sich der Erfolg auch an Zahlen ablesen: Platz fünf. 19 Siege und drei Remis standen zu Buche, die Saison zuvor waren es 15 Erfolge und vier Unentschieden.

„Platz eins bis fünf müsste drin sein.“

Valentin Plavcic

Dass der Knoten beim TuSpo in der Rückrunde platzte, ist erstaunlich, denn Grebenstein mit seinem – aus Sicht der Witterung – nicht optimalen Platz hat traditionell viele Nachholspiele nach der Winterpause zu absolvieren. „Wir hatten teilweise in acht Tagen vier Spiele“, erinnert sich der Trainer. Kein Wunder, dass da manchmal der Akku leer gewesen sei.

Dass man manch Spiele gegen Kellerkinder verloren habe, das schmerze, blickt Plavcic zurück. Dass man im Gegenzug gegen die Spitzenmannschaften oft guten Fußball zeigte, entschädige dafür. Mit den 60 Punkten und Platz fünf könne man zufrieden sein, meint er einerseits. Andererseits ist er aber auch unzufrieden, „weil ich weiß, was in der Mannschft steckt.“

Während sich Plavcic vor seiner ersten Saison beim TuSpo noch mit einer Prognose zurückhielt, gibt er für die nächste Saison ein klares Ziel aus: „Platz eins bis fünf müsste drin sein.“ Also Aufstieg in die Verbandsliga? Plavcic: „Das hat nicht Priorität in unserem Plan. Aber wir wollen es oben spannend machen“.

Das sieht auch Drube so. Die Mannschaft nehme die Philosophie des Trainers positiv auf. Der erste Schritt bei der Umsetzung sei gemacht, „wenngleich wir es noch nicht 90 Minuten durchhalten.“ Aber man entwickle sich weiter.

Voraussetzung sei natürlich, dass Plavcic einen genügend breiten Kader habe. Einige Abgänge wird der TuSpo zu verschmerzen haben. Marvin Schmidt (beruflich), Alexander Seeger (Hombressen/Udenhausen), Robin Möller (Zierenberg) und Sebastian Hackert (geht aus privaten Gründen nach Espenau) werden nicht mehr das TuSpo-Trikot tragen. Da die starken A-Jugendlichen erst nächstes Jahr zur Verfügung stehen, ist der TuSpo auf der Suche nach Ersatz und Verstärkung, vor allem auch auf der Torwartposition. Verantwortlich dafür ist einer, der den TuSpo und die heimische Fußballszene bestens kennt: Driton Mazrekaj. „Der macht einen guten Job“, sagt Drube. Und dem Kapitän ist nicht bange, dass zum Saisonstart eine torgefähliche Elf bereitstehen wird.

Von Michael Rieß

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