Trainer Frank Siebert: Immenhausen peilt einen einstelligen Tabellenplatz an

Blick in die Gruppenliga

Nachdenklich, aber nicht pessimistisch: Immenhausens Trainer Frank Siebert peilt mit dem Aufsteiger einen einstelligen Platz in der Fußball-Gruppenliga an. Foto: zhj

Immenhausen. In der Kreisoberliga wurden die Fußballer von Immenhausen souverän Meister, in der Gruppenliga wird es nächste Saison deutlich schwieriger.

Das ist den Verantwortlichen und Trainer Frank Siebert durchaus bewusst. Dennoch blicken sie optimistisch in die Zukunft. So wie es derzeit aussieht, sagt der Trainer, „bleiben alle von der ersten Mannschaft bei uns. Bisher hat noch keiner etwas Abwanderungstendenzen erkennen lassen.“ Ganz sicher, das weiß auch Siebert, kann man sich in dem Geschäft aber nicht sein. Erst mit Ende der Wechselfrist Ende des Monats sei dann alles klar.

Dann wird auch feststehen, ob sich die TSV Immenhausen verstärken wird. Den ein oder anderen könne man schon gebrauchen, sagt Siebert. Vor allem in der Breite sei seine Mannschaft nicht so gut aufgestellt, wie manch Ligakonkurrent. Aber die Konkurrenz ist groß. Mit Grebenstein, Hombressen/Udenhausen, Calden/Meimbressen und Vellmar II spielen vier Nachbarklubs in der Gruppenliga. Siebert: „In unserem Einzugsgebiet gibt es viel Konkurrenz.“ Das freilich macht auch den Reiz aus. „Es wird viele Derbys geben“, freut sich Siebert. Und entsprechend freut man sich in Immenhausen auch auf ein großes Zuschauerinteresse. In der Kreisoberliga, blickt der TSV-Trainer zurück, hätten ja viele Vereine aus dem Wolfhager Land mitgespielt, die aufgrund der Entfernung nicht so attraktiv waren oder wenig Zuschauer mitbrachten.

Tatsächlich ist die Situation für Immenhausen fast schon grotesk. In der kreisgebundenen Klasse vergangene Saison gab es im Umkreis von zehn Kilometern gerade einmal einen Konkurrenten: die Reserve von Grebenstein. Bei einem Zwölf-Kilometer-Radius kam noch Reinhardshagen hinzu. Jetzt, in der Gruppenliga sind es vier Gegner in unmittelbarer Nähe. Siebert: „Das war auch einer der Gründe, warum wir in die Gruppenliga wollten.“ Die Derbys versprechen nicht nur großes Publikum, sondern in den Spielen ist, vor allem wenn es gegen Grebenstein geht, „Pfeffer drin.“

Die Saison selbst werde man ohne Druck angehen, sagt Siebert. Er ist sich zwar sicher, dass „wir um einen einstelligen Tabellenplatz spielen werden“, doch selbst wenn es zum Klassenerhalt nicht reichen sollte, wäre dies keine sportliche Katastrophe für die Mannschaft.

Seine Zuversicht für die Punktspielrunde schöpft Siebert aus dem Mannschaftsgefüge. Eigentlich, meint er mit Blick auf den Kader, sind alles Immenhäuser Jungs. Auch wenn einige schon bei anderen Klubs spielten oder aus privaten, ausbildungsmäßigen oder beruflichen Gründen weggezogen sind, in ihrer Jugend spielten sie im grün-weißen Trikot. Ihr Trainer hieß meist Frank Siebert. „Ich kenn sie eigentlich alle von Jugend an“, sagt denn auch der Trainer, der auch perspektivisch ein weiteres Plus seines Teams sieht.

Fast alle seien schon in Ausbildung, Studium oder Beruf. Der diesbezügliche personelle Aderlass, unter dem viele Vereine, die ebenfalls gute Jugendarbeit betreiben, bleibt der TSV damit erspart. Und dennoch stellen die Immenhäuser eine junge Mannschaft. Der Schnitt, sagt Siebert, liege so bei 23 Jahren. Selbst sein Sohn zähle mit 26 schon zu den älteren. Und wenn Andreas Knipping (42) im Tor steht, steigt der Altersschnitt deutlich an. Das zeigt aber nur, wie jung die Mannschaft insgesamt ist.

Von Michael Rieß

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