Gruppenliga: Tabellenzweiter wird beim 2:4 von der TSG Wattenbach überrascht

Bosporus’ böser Patzer

Immer wieder Krein: Wattenbachs Abwehrspieler Rene Krein (rechts), hier gegen Nihat Cemali, hielt mit seinen Rettungstaten seine TSG beim 4:2-Sieg gegen Bosporus im Spiel. Foto: Schachtschneider

Kassel. Wer hätte das gedacht: Am drittletzten Spieltag der Fußball-Gruppenliga (Gruppe 2) überraschte die abstiegsbedrohte TSG Wattenbach mit einem 4:2 (1:1)-Erfolg beim hoch gehandelten FC Bosporus, der damit seine letzte Titelchance verspielte.

Bereits in der ersten Minute hätten die Gastgeber im Nordstadtstadion in Führung gehen müssen, doch Ismet Yegül vergab aus kürzester Entfernung. Wattenbach war zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Spiel. Nachdem erneut Yegül mit Kopfball scheiterte (16.), war er es, der nach feinem Heber von Alfonso Di Carlo zum überfälligen 1:0 einschoss (18.). Die Gäste riskierten jetzt mehr, dennoch fiel ihr Ausgleich aus dem Nichts: FC-Torhüter Muhammed Kaya wehrte einen Ball auf die Füße von Sascha Baumann ab, der keine Mühe hatte und zum 1:1-Ausgleich traf (30). TSG-Kapitän Rene Krein rettete noch zweimal für Torhüter Markus Frank auf der Linie (41., 43.).

Nach dem Seitenwechsel war es ein anderes Spiel: TSG-Trainer Michael Pfannkuch schob Mittelfeldspieler Lukas Illian als weitere Anspielstation vor, was den Gästen tatsächlich mehr Offensivaktionen brachte.

Zunächst stand Nihat Cemali im Blickpunkt: Erst wurde er von Baumann im Strafraum von den Beinen geholt, dann vergab er den fälligen Strafstoß kläglich, als er Wattenbachs Torhüter Frank den Ball in die Arme schoss (54.). Nun war mehr Pfeffer im Spiel, beide Teams erspielten sich Möglichkeiten und erzielten vier Treffer in nur sieben Minuten.

Adrian Ademi brachte die Gäste 2:1 in Führung (76.), doch direkt nach Wiederanpfiff köpfte Enes Sezer nach Flanke von Bilal Azizi zum 2:2-Ausgleich ein (77.). Lukas Illian machte mit seinen beiden Treffern zum 3:2 und 4:2 (79., 83.) den Sieg für den Außenseiter perfekt.

„Wenn man die guten Chancen nicht nutzt, gewinnt man auch nicht. Wir müssen uns nun auf die Relegation konzentrieren“, gab der enttäuschte Bosporus-Coach Yusuf Barak zu Protokoll.

Wattenbachs Michael Pfannkuch analysierte ganz locker: „Wir haben immer an uns geglaubt und uns das Glück erarbeitet.“

Von Horst Schmidt

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.