Gruppenliga: Abstiegsgefährdete Wölfe erbeuten Punkt beim Tabellenzweiten

0:0 – Bosporus schwächelt

Nur selten obenauf: Kaum einmal konnte sich der FC Bosporus so wie hier Linksverteidiger Daniel Hess (in Schwarz) gegen den TSV Wolfsanger mit Marcel Kahl entscheidend durchsetzen. Foto: Hedler

Kassel. Der FC Bosporus verschleuderte eine Reihe glänzender Torgelegenheiten, der TSV Wolfsanger stellte sich bei mehreren aussichtsreichen Kontersituationen ungeschickt an.

Das Duell der Fußball-Gruppenligisten der Gruppe 2 im Nordstadtstadion endete torlos 0:0.

Beiden Mannschaften half der Punkt nicht weiter. Nicht den Gastgebern, die mit einem Sieg zumindest Platz zwei und damit die Aufstiegsspiele sicher gehabt hätten. Auch nicht dem TSV, der weiter um den Klassenerhalt bangt. Darüber hinaus werteten die Kontrahenten das Remis unterschiedlich.

„Das ist ein Bonuspunkt für uns, der Mut macht für die nächsten vier Endspiele“, befand Oliver Frank. Der TSV-Trainer freute sich zudem darüber, dass seine Elf, immerhin die viertbeste auf fremdem Platz, „taktisch endlich so wie verlangt“ auftrat und mit ihren drei Sechsern dem Tabellenzweiten den Aufbau erschwerte.

Enttäuscht zeigte sich Franks Gegenüber. „Wir spielen derzeit nicht das, was wir können. Ausgerechnet in jener Phase, in der sich die Saison entscheidet, haben wir ein Tief“, urteilte Yusuf Barak. Auch die defensiven Probleme trieben ihm die Sorgenfalten auf die Stirn: „Unsere Fehler in der Rückwärtsbewegung gibt es sonst nur in der Kreisklasse. Und wie wir nach eigenen Ecken und Freistößen Konter bekommen, ist unmöglich.“

Den Glauben an seine Elf hatte Barak dennoch nicht verloren. „Wir sind stark genug. Erster oder Zweiter werden wir.“

Marco Schneider

Nur anfangs beider Halbzeiten hatte der Titelkandidat die Wölfe in Verlegenheit gestürzt. Mal gut kombinierend, mal mit langen Bällen erspielte er sich Chancen,scheiterte aber im Abschluss an sich selbst oder TSV-Schlussmann Marco Schneider. Die klarsten Möglichkeiten ließen die Bosporus-Angreifer in den ersten 15 Minuten nach dem Wechsel aus, dann hatten die Gäste das Schlimmste überstanden. In den folgenden Heimspielen gegen Weidenhausen II und Wettesingen/Breuna/Oberlistingen könnte sich das Schicksal der Wölfe entscheiden.

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