Fußball-Gruppenliga: Spitzenreiter CSC 03 kassiert bei Verfolger die erste Niederlage

Bosporus siegt mit Herz

Sicherer Rückhalt: Bosporus-Torwart Antonio Rega (rechts) entschärfte in der 88. Minute die letzte Chance der Rothosen. Hier hält er gegen Lukas Iksal (in Rot), Alfonso di Carlo muss seinem Torwart nicht mehr helfen. Foto: Zgoll

Kassel. Das Topspiel der Fußball-Gruppenliga, Gr. 2, wurde seinem Namen gerecht: Verfolger FC Bosporus brachte Spitzenreiter CSC 03 Kassel vor stimmungsvoller Kulisse im Nordstadtstadion mit 1:0 (1:0) die erste Niederlage bei.

Von der ersten Minute an sahen die rund 350 Zuschauer ein dynamisches Kräftemessen. Bosporus kam anfangs zu mehr Möglichkeiten: Erst blockte CSC-Torwart Tobias Klöppner Daniel Hess’ Schussversuch zur Ecke (7.), dann war Klöppner bereits geschlagen, als eine verunglückte Flanke von Bilal Azizi an die Latte knallte (11.). Von Hess unter Druck gesetzt, legte Klöppner wenig später unfreiwillig für Ismet Yegül auf, dessen Schuss war jedoch zu harmlos (16.).

Nachdem Hess im Gästestrafraum ins Straucheln kam und fiel (21.), entwickelte sich ein immer hitzigeres Spiel. Kurz vor der Pause kam der CSC gleich zweimal zu Chancen, doch Sebastian Dietzel und Tim Metzner scheiterten jeweils per Kopf (43., 44.).

Emotionaler Vulkanausbruch

Eine harte Entscheidung des Schiedsrichtergespanns sorgte dann für den ersten emotionalen Höhepunkt der Partie: CSCer Dietzel führte einen Freistoß schnell aus und schoss den bereits verwarnten Hess an, der zwar noch in Ballnähe stand, sich jedoch bereits entfernte. Der Schiedsrichter entschied auf Gelb-Rot und der FC Bosporus mitsamt seinen Anhängern tobte. Wenig später lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit, als Bosporus noch zu einem Freistoß kam: Von der Strafraumkante schlenzte Spielertrainer Parham Nasseri den Ball zum 1:0 ins Tor. Der folgende Jubelsturm war übrigens der zweite emotionale Höhepunkt. „Das ist das, was diesen Klub ausmacht: Wirklich jeder tut alles dafür, dass wir erfolgreich sind“, erklärte Nasseri die überschäumenden Emotionen.

Im zweiten Durchgang stand der Verfolger kompakt und ließ sich nicht unterkriegen, sodass den Rothosen keine spielerischen Lösungen gelangen. Lukas Iksal traf zwar noch die Latte (69.) und Heimtorwart Antonio Rega rettete auf der Linie (88.), es blieb jedoch beim 1:0. Gleich nach dem Schlusspfiff folgte der dritte emotionale Höhepunkt: Im Stil einer Großfamilie posierte der FC Bosporus überschwänglich jubelnd für das Siegerfoto.

„Das Ergebnis ist nicht unverdient, Bosporus war wesentlich aggressiver und präsenter“, sagte der geschlagene CSC-Trainer Lothar Alexi anerkennend zum Spiel.

Von Gregory Dauber

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