Calden/Meimbressen schlägt Angstgegner mit 1:0

Schoss das entscheidende Tor: Caldens Christian Neth scheitert hier zwar noch an Sandershausens Torwart Nima Eslami, doch kurz nach der Pause traf er mit einem Volleyschuss ins Schwarze. Foto: Rieß

Christian Neth erzielt für die SG das Tor des Tages gegen Sandershausen

Calden. Es ist geschafft: Erster Sieg seit Oktober 2009 in der Fußball-Gruppenliga für die SG Calden/Meimbressen gegen den Angstgegner TSG Sandershausen und der reiste diesmal sogar als Tabellenzweiter auf den Kaiserplatz an. Da durfte Caldens Trainer Jens Alter zu Recht stolz sein auf seine in diesem Jahr noch ungeschlagene Mannschaft. „Meine Jungs haben einen starken Charakter, jeder hilft dem anderen auf dem Platz. Wenn ich die gesamte Partie Revue passieren lasse, finde ich unseren Sieg auf Grund der größeren Anzahl an Torchancen auch verdient. Das bestätigte mir auch mein Kollege Charly Lotzgeselle nach der Partie“, gab Alter zu Protokoll.

Das Tor des Tages war richtig kurios in der Entstehung. Der lautstarke Gästekeeper Nima Eslami dirigierte noch seine Vorderleute, da führte SG-Regisseur Thomas Schindewolf einen Freistoß schnell aus auf die linke Seite des Strafraums, da war Sven Mackewitz frei, der zog ab und schoss Mitspieler Marcel Schindler an den Rücken. Nun tippte das Spielgerät noch einmal auf, vor die Füße von Christian Neth und „Auge“ nagelte das Ding volley zum umjubelten 1:0 in die Maschen. Da waren 56 Minuten gespielt.

Von Beginn an war es optisch eine ausgeglichene Partie von zwei Mannschaften mit einem ähnlichen Spielsystem und nur einem Stürmer. Doch Sebastian Plettenberg und Sven Mackewitz hätten schon im ersten Durchgang für einen Vorsprung sorgen können. Beide agierten jedoch in aussichtsreicher Position zu ungenau und überhastet. Die dickste Chance nach der Führung der SG hatte erneut Neth. Die Sandershäuser Abwehr war in der 62. Minute völlig blank, spielte dilettantisch auf Abseits. Doch die Pfeife des umsichtig leitenden Unparteiischen Hendrik Schmidt blieb zu Recht stumm. Neth scheiterte aber im Alleingang an Eslami. Schiri Schmidt sorgte übrigens mit für eine faire Atmosphäre unter den beiden Kontrahenten, deren Verhältnis aus der jüngsten Vergangenheit belastet ist. Da die Caldener Vereinigten auch in der Schlussphase fahrlässig mit ihren Torchancen umgingen, blieb es bis zum Schluss spannend. Wenn auch die TSG den Beweis einer echten Spitzenmannschaft, die mit aller Macht aufsteigen will, diesmal nicht unter Beweis stellen konnte, so hätten sie durchaus nochmal zuschlagen können.

Der ein oder andere Akteur glaubt zumindest dran, trieb das Team nach vorne. Aber die SG-Hintermannschaft stand diesmal felsenfest, musste jedoch Blessuren bei Heckmann und Lengyel hinnehmen. Die sollten bis Mittwoch verkühlt sein, dann läuft mit Tabellenführer Schauenburg noch ein größeres Kaliber in Calden auf.

Von Ralf Heere

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.