Nach Sieg in der Aufstiegsrunde wartet auf Bosporus das Abenteuer Verbandsliga

Der Coup des Multi-Kulti-Klubs

Ausgelassener Jubel: Nach einem 5:0-Erfolg gegen Bronnzell haben die Fußballer des FC Bosporus den Aufstieg in die Verbandsliga klargemacht. Foto:  Hedler/nh

Kassel. Neben Meister CSC 03 Kassel schaffte auch der Zweite der Fußball-Gruppenliga, der FC Bosporus, den Aufstieg in die Verbandsliga und erreichte damit doch noch das ursprünglich direkt angestrebte Ziel. Nach der Saison 2011/12 stieg der Klub aus der Kreisliga A auf, heute sind sie in der Nordstadt mit Vereinen wie Rothwesten, Eintracht Baunatal und CSC 03 auf Augenhöhe.

DIE SAISON

Zunächst lief für den Klub aus der Nordstadt alles nach Plan: Der neue Trainer Yusuf Bayrak und Spielertrainer Parham Nasseri hatten die vergangene Saison aufgearbeitet und ihre Lehren daraus gezogen. Über Platz vier und drei setzten sich die Nordtstädter ab dem dritten Spieltag auf Rang zwei fest. Am neunten Spieltag gelang ein 1:0-Erfolg gegen den späteren Meister CSC 03, und nach einer Schwächephase der Rothosen wurde Anfang Oktober die Tabellenführung übernommen. Was folgte war die Herbstmeisterschaft und das Überwintern auf Rang eins.

Die Rückrunde lief nicht mehr so optimal. Nach der Niederlage gegen den CSC 03 und weiteren Pleiten wie die Remis-Spiele gegen die Absteiger Wolfsanger und Wettesingen setzte es weitere Niederlagen gegen Wattenbach und Vellmar II. Über Platz zwei und die Aufstiegsspiele wurde dann der angestrebte Aufstieg aber doch noch hoch verdient vollzogen.

DIE NATIONALITÄTEN

Ex-Trainer Yusuf Barak (Afghanistan), Ex-Spielertrainer Parham Nasseri (Iran) und der sportliche Leiter und Torwart-Trainer Osman Albayrak (Türke) stehen stellvertretend für die Philosophie des Vereins, die da heißt: „Bei uns ist jeder willkommen“. Insgesamt tummelten sich im Kader des Aufsteigers sieben verschiedene Nationalitäten (neben den bereits genannten kommen noch Deutsche, Italiener, Eriträer und Lybier hinzu).

DIE TRAINER

Wie bereits berichtet, sind Parham Nasseri, der seit Frühjahr 2015 in der Funktion des Spielertrainers tätig war, und Yusuf Barak, der im Sommer von Kreisliga-A-Aufsteiger Waldau in die Nordstadt kam, abgelöst worden. Die Beiden stellten sich schon früh in ihrer Zusammenarbeit als gute Team-Player dar. „Unsere Philosophie war immer die, dass keine einsamen Entscheidungen getroffen werden, und das hat auch immer gut geklappt“, sagt Barak, bevor seine Tätigkeit beim FC ein abruptes Ende fand.

DIE ZUKUNFT

Zunächst stand in den letzten Tagen die Lösung der Trainerfrage auf der Agenda. Diesbezüglich glauben sie beim FC Bosporus mit der Verpflichtung von Tuncay Aral und Kenan Toksoy die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Als Neuzugäng vermeldete der Klub inzwischen Mirko Tanjic (bisher FSC Lohfelden), Mergim Hajzeraj (OSC Vellmar) und zuletzt David Döring (Tuspo Rengershausen) sowie Torhüter Kai Steinert vom FC Oberelsungen.

„Zudem befinden wir uns weiterhin in vielversprechenden Gesprächen mit weiteren interessanten Spielern“, sagt Albayrak zum Thema Neuverpflichtungen. Verlassen werden den Klub Muhammed Kaya (Schauenburg) und Bilal Azizi (CSC 03) sowie Markus Neumann, der als Trainer die zweite Mannschaft in der Kreisliga A übernimmt.

Von Horst Schmidt

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