Fragen und Antworten vor dem Gruppenligaspiel der SG gegen Grebenstein

Derby in Hombressen

Derbystimmung: Am Samstag spielen sie gegeneinander, im Vorfeld sprachen sie übereinander. Was halten Grebensteins Trainer Valentin Plavcic und der Spieler Nils Hofmeyer von Hombressen/Udenhausen vom Gegner? Foto:s zhj

Hombressen. Aus heimischer Sicht ist es das Nachbarschaftsderby schlechtin: Am Samstag, 16 Uhr treffen in Hombressen die beiden Gruppenligistener SG Hombressen/Udenhausen und TuSpo Grebenstein aufeinander.

?Wie ist die Ausgangslage vor dem Derby?

!Auch wenn es aus tabellarischer Sicht das Heimspiel des Vierten gegen den Zweiten ist, so ist der TuSpo dennoch Favorit. Beide Teams trennen zwar nur zwei Plätze – aber elf Punkte. Die SG hat noch ein Nachholspiel zu bestreiten. Ihr großes Plus dürfte der Heimvorteil sein: Das Zuschauerinteresse an den Spielen der SG ist enorm. Keine Mannschaft in der Liga – und auch nicht eine Klasse höher – dürfte einen ähnlichen Rückhalt beim Publikum haben. Die SG-Spiele sind Publikumsmagnete. Die Anfeuerung kann die Mannschaft zur Höchstleistung anspornen.

?Wie ist die Stimmung vor dem Derby?

!Gut. Die Vorfreude ist groß in beiden Lagern, jetzt muss natürlich auch das Wetter noch mitspielen, dass auch in Hombressen gespielt werden kann. Der Sportplatz in Udenhausen steht zum ausweichen nicht zur Verfügung. „Meine Spieler freuen sich auf die große Zuschauerkulisse“, sagt TuSpo-Trainer Valentin Plavcic. Richtige Euphorie hat SG-Spielführer Nils Hofmeyer, der in allen Partien bisher dabei war, bei sich und seinen Mitspielern ausgemacht. „Wir haben zuletzt gute Spiele gemacht und sind deswegen hoch motiviert“, meint Hofmeyer.

?Was sagen die Gegner übereinander?

!Der SG-Sieg am Dienstag in Heiligenrode findet beim TuSpo Anerkennung. „Eine starke Leistung“, lobt Plavcic. Der hält sowieso viel von den Vereinigten und deren Trainer Tobias Krohne: „Die SG spielt sehr diszipliniert und vor allem gefällig über die Außen“, sagt Plavcic, der die Mannschaft aus der Nachbarschaft schon in anderen Spielen beobachtet hat. Respekt vor dem Gegner hat auch die SG. „Wir müssen gut und kompakt in der Defensive stehen“, sagt Hofmeyer. Nur so könne man die starke Offensive des TuSpo in den Griff bekommen. Besonderen Respekt hat Hofmeyer vor den Grebensteiner Angreifern Leon Ungewickel und Manuel Frey. Der 23-jährige Frey ist auch ein Phänomen in dieser Saison. An 26 Treffern des TuSpo war er beteiligt. Das ist ein absoluter Spitzenwert, viele Mannschaften in der Liga haben noch nicht einmal insgesamt so viele Tore erzielt. Die attraktive und offensive Spielweise gefällt auch Plavcic an seiner Mannschaft. „In unseren Spielen fallen immer Tore“, freut sich der Bosnier, der schönen Fußball bieten will. Dann komme der Erfolg automatisch.

?Wie verlief das Hinspiel in Grebenstein?

!Das gewann der TuSpo mit 3:1. Für Plavcic war es trotzdem ein knappe Sache gewesen, nach dem 1:1-Ausgleich hätte die SG auch in Führung gehen können und seine Mannschaft habe kurz hintereinander auf 3:1 erhöht, davon erholte sich die SG nicht mehr. Plavcic glaubt, dass seine Mannschaft da auch etwas erfahrener gewesen sei. Nils Hofmeyer sieht es so, dass die Grebensteiner einfach cleverer gewesen sind.

?Welche Bedeutung hat das Spiel?

!Von einem richtungsweisenden Spiel wollen beide nicht sprechen. „Die Saison ist erst zur Hälfte rum, die SG und Bosporus sehe ich als unsere Konkurrenten um den zweiten Platz an“, meint Plavcic. Der TuSpo darf aber auch weiterhin auf den direkten Aufstieg schielen, denn nachdem Sandershausen am letzten Sonntag patzte, ist der Vorsprung der TSG wieder auf drei Zähler geschmolzen und die muss ja noch im Sauertal antreten. Keinen großen Wert auf die Tabelle legt Nils Hofmeyer. Für ihn ist es wichtiger, dass sich die junge Mannschaft weiter entwickelt. Der zweite Platz könnte mal ein Thema werden, aber muss es nicht, sagt Hofmeyer. Sollte die zum ersten Mal in dieser Saison daheim verlieren ist der Abstand auf den Relegationsplatz sowieso erst einmal riesengroß.

?Was sind die Schwachpunkte der Mannschaften?

!Hofmeyer kritisiert, dass er und seine Mitspieler nicht in jeder Partie ihr ganzes Potenzial abgerufen hätten. Hombressen/Udenhausen verließ schon vier Mal in dieser Saison den Platz als Verlierer. Und: Das gilt vor allem für die Derbys. Aus den drei Spielen gegen Grebenstein, Immenhausen und Calden/Meimbressen holte man nur einen Punkt. Beim TuSpo fällt auf, dass es manchmal an Konstanz fehlt. Zuletzt wurde es bei der Heimniederlage gegen Wolfhagen deutlich. (zyh)

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