1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional
  4. Gruppenliga Kassel Gr. 2

Die Fußball-Gruppenliga steht Kopf: Mit Calden und Heiligenrode sind zwei Überraschungsteams vorn dabei

Erstellt:

Von: Wolfgang Bauscher, Manuel Kopp, Pascal Spindler

Kommentare

Artistischer Torjubel: Der Rothwestener Dennis Kahl feiert hier einen seiner Treffer. Mit dem TSV steht er auf dem sechsten Tabellenplatz.
Artistischer Torjubel: Der Rothwestener Dennis Kahl feiert hier einen seiner Treffer. Mit dem TSV steht er auf dem sechsten Tabellenplatz. © J. Hofmeister, H. Schmidt, R.Wieloch, privat/nh

Wer nach dem fünften Spieltag auf die Tabelle der Fußball-Gruppenliga, Gruppe 2, schaut, der reibt sich die Augen. Mit der SG Calden/Meimbressen und dem TSV Heiligenrode stehen zwei Teams mit vorn, die wohl kaum einer dort erwartet hätte. Wir analysieren die Situation an der Tabellenspitze.

Calden/Meimbressen

Die Situation: Die Caldener sind die einzige Mannschaft der Gruppe 2, die nach fünf Spielen noch ungeschlagen ist. Vier Partien wurden bereits gewonnen. Einzig gegen Grebenstein gab’s ein Unentschieden. Das reicht zur aktuellen Tabellenführung.

Die Stärken: Der Mannschaft ist der Hunger auf Siege anzumerken. Die Spieler gehen keinem Zweikampf aus dem Weg, werfen alles rein. Zwar hat Trainer Altan Ersoy ein sehr junges Team, der ehemalige Jugendcoach des KSV Baunatal weiß allerdings mit ihnen umzugehen, um das Maximum herauszuholen.

Der Ausblick: Mit Zierenberg (H), dem KSV Hessen II (H) und dem Melsunger FV (A) hat die SG drei schwere Spiele vor der Brust. Vor allem das Heimspiel gegen die KSV-Reserve wird zeigen, wie gut Calden wirklich ist.

SV Reichensachsen

Die Situation: Nach dem leichten Auftaktprogramm steht Reichensachsen in der Tabelle gut da. Weil Kaufungen am Sonntag nicht beim SVR antrat, bekam das Team die drei Punkte kampflos hinzu und ist nun Zweiter.

Die Stärken: Für die Gruppenliga haben die Reichensächser einen außergewöhnlich starken Kader – allen voran Jan Kaufmann, der für den KSV Baunatal schon in der Regionalliga spielte. Jerome Kirschner führt mit sechs Treffern die Torjägerliste an. Zudem musste Reichensachsen erst ein Gegentor hinnehmen – Liga-Bestwert.

Der Ausblick: Der SVR trifft in der restlichen Hinrunde noch auf alle Spitzenteams – das wird nicht einfach.

TSV Heiligenrode

Die Situation: Die Niestetaler hatten ein schweres Auftaktprogramm: Mit Rothwesten (1:0), Hombressen/Udenhausen (3:0), dem KSV Hessen II (2:0) und Calden (0:1) spielten sie fast ausschließlich gegen Topteams. Die zehn Punkte aus fünf Spielen sind daher umso bemerkenswerter.

Die Stärken: Das große Plus ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Aus dem starken Kollektiv stechen Abwehrchef Felix Berthold und Torjäger Christian Rümenap heraus. Zudem lässt der TSV in der Defensive wenig zu – mit drei Gegentoren stellt er die zweitbeste Defensive.

Der Ausblick: Die Chancen für die Fortsetzung des Höhenflugs stehen gut, mit Reinhardshagen (A), Türkgücü (H) und Grebenstein (A) trifft der TSV nun auf drei Teams aus der unteren Tabellenhälfte.

KSV Hessen II

Die Situation: Die Junglöwen waren als einer der großen Favoriten gestartet. Anfangs lief es mit drei Siegen, obwohl Torjäger Taehun Kim nach Korea zurückgekehrt ist. Doch nach einem Remis gegen Fortuna folgte nun in Heiligenrode die erste Pleite.

Die Stärken: Weitestgehend besteht der Kader aus Spielern, die in diesem oder dem vorigen Jahr aus der eigenen Jugend kamen. Sie sind gut ausgebildet und haben technische Qualitäten. In Ilias El Hammiri und Marvin Moldenhauer hat der KSV zudem torgefährliche Angreifer.

Der Ausblick: „Der Aufstieg bleibt auch jetzt unser Ziel und Anspruch. Wegen der letzten Ergebnisse machen wir uns nicht verrückt und werden auch nicht nervös“, sagt Kapitän Romeo Asare.

SG Hombressen/U.

Die Situation: Der Verbandsliga-Absteiger feierte zuletzt drei Siege in Folge, scheint nach der Auftaktpleite gegen Heiligenrode in Form zu kommen.

Die Stärken: Die Mannschaft besticht durch ein starkes Kollektiv. Auch wenn der Verein aktuell mit vielen Verletzten zu kämpfen hat, stimmen die Automatismen.

Der Ausblick: Mit Melsungen (H), Reinhardshagen (A) und dem VfL Kassel (H) geht’s nun gegen Teams aus dem Mittelfeld. Der Aufwärtstrend könnte sich weiter fortsetzen.

TSV Rothwesten

Die Situation: Der TSV liegt als Sechster in Lauerstellung. Der Heimniederlage zum Auftakt gegen Heiligenrode folgten drei Siege. Zuletzt gab es in Melsungen den zweiten Dämpfer. Die Ergebnisse muten minimalistisch an. Einem 3:2-Erfolg und zwei 1:0-Siegen stehen zwei 0:1-Niederlagen gegenüber.

Die Stärken: Trumpf der Fuldataler könnte die seit Jahren eingespielte Abwehrreihe um Kapitän Sebastian Trabner sein. Dort wie auch in Mittelfeld und Angriff stehen erfahrene Akteure wie Dennis Kahl, Christian Guthof und Igor Losic.

Der Ausblick: „Wenn wir am Ende auch Sechster wären, wäre das angesichts unserer Abgänge und des kleinen Kaders schon ein Erfolg“, sagt Kahl. Wohlwissend, wo der Schuh drückt: „Im Angriff krankt es.“ Wie nur fünf Treffer in fünf Partien belegen. (Wolfgang Bauscher, Pascal Spindler, Manuel Kopp)

Auch interessant

Kommentare