Nach 0:4 gegen Zierenberg verpasst Heiligenrode den Aufstieg in die Fußball-Gruppenliga

Doppelschlag beendet Traum

Mit vollem Einsatz: Kai Dittrich vom TSV Heiligenrode (links) versucht, dem Zierenberger Christian Rümenap den Ball abzunehmen. Foto: Fischer

niestetal. Es war ihre letzte Chance auf den Aufstieg in die Gruppenliga. Nach dem 0:4 (0:3) gegen den TSV Zierenberg haben die Fußballer des TSV Heiligenrode aber diese Gelegenheit vergeben.

Vor 700 Zuschauern waren die Gäste zunächst die spielbestimmende Mannschaft und hätten früh in Führung gehen können. Ante Grgic scheiterte aber zweimal an Martin Kubitzek im Tor der Gastgeber (7.). Auf der Gegenseite setzte Heiligenrode aber auch das erste Ausrufezeichen. Nach feiner Kombination ging der Schuss von Dennis Joedecke knapp über das Tor (10.).

Danach aber lud Heiligenrode die Gäste zum Toreschießen ein. Ein Rückpass von Manuel Lamsbach landete direkt in den Füßen von Christian Rümenap, der Martin Kubitzek keine Chance ließ (16.). Drei Minuten später musste der Heiligenroder Torwart erneut den Ball aus dem Netz fischen. Bei einem schwach getretenen Freistoß von Grgic griff Kubitzek am Ball vorbei - 0:2 (19.). „Wenn du solche Geschenke verteilst, kannst du nicht erwarten zu gewinnen“, schimpfte Heiligenrodes Trainer Matthias Schmelz.

Zumal nur wenige Minuten später wieder der mitgereiste Zierenberger Anhang jubelte. Grgic spielte einen Traumpass in die Schnittstelle der Abwehr, wo Rümenap die Übersicht behielt und gegen zwei Spieler den Ball über die Linie stocherte (27.). „Wir wussten genau, wie sie spielen. Aber wir haben Christian Rümenap und Ante Grgic überhaupt nicht in den Griff bekommen“, konstatierte Schmelz, der anschließend reagierte und mit Philipp Henkel einen weiteren Stürmer brachte.

Und tatsächlich sah es so aus, dass die Heim-Elf besser ins Spiel kommt. Dennis Joedeckes Schuss war ein erstes Warnsignal (37.), Darko Bonic bekam völlig freistehend bei seinem Kopfball zu wenig Druck hinter den Ball (42.).

Auch nach der Pause agierten die Gastgeber offensiver. Völlig frei verzog Manuel Schanz aus zehn Metern ungefähr ebenso weit (47.), Daniel Eisenträgers Schuss wurde auf der Linie geklärt, den Nachschuss beförderte Dennis Baum an den Querbalken (60.). „Wäre eine von den Chancen reingegangen, hätten wir nochmal zurückkommen können“, trauerte Schmelz den Gelegenheiten hinterher. Und die Gäste? Die lauerten auf Konter und wurden belohnt. Als Heiligenrode alles nach vorn warf, lief der überragende Christian Rümenap allen davon und konnte nur noch durch ein Foul im Strafraum gebremst werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ante Grgic zum 4:0 (73.). „Da war dann der Deckel drauf“, erklärte Zierenbergs Trainer Dirk Lotzgeselle. Der Gästetrainer war stolz auf die Leistung seines Teams. „Wir haben in der ersten Halbzeit alles rausgehauen und in den entscheidenden Momenten alles richtig gemacht“, lobte der Trainer, der aber dennoch ein Manko ausmachte: „Wir hätten zur Pause eigentlich schon vier, fünf Tore schießen müssen. So mussten wir noch ein bisschen zittern.“

Heiligenrode: Kubitzek - Schanz, Eisenträger, Dittrich, Fischer (32. Henkel) - Lamsbach, Bonic (68. Bitner), Siebold, Joedecke, Steinhauer - Baum

Zierenberg: Hauk - Dauermeier, Fingerling, Kanngießer, Heyde (46. Plettenberg) - Plaza, Zakrzewski (87. Knoche), Schlummer, Rusche - Grgic, Rümenapp (81. Rizani)

SR: Voigtsberger (Borken) - Zuschauer: 700

Tore: 0:1 Rümenap (16.), 0:2 Grgic (19.), 0:3 Rümenap (27.), 0:4 Grgic (73./Elfmeter)

Von Max Seidenfaden

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