Gruppenligist Grebenstein verpflichtet mit Valentin Plavcic einen Trainer, der die UEFA-Profi-Lizenz besitzt

„Erst gucken, dann Ziele nennen“

Den Ball im Blick: Valentin Plavcic spielte nach seiner Flucht aus Bosnien unter anderem für den KSV Kassel und die SG Rhünda/Niedermöllrich, wo unser Bild vor zehn Jahren entstand. Foto: Hahn/nh

Grebenstein. Mit einem Paukenschlag meldete sich Fußball-Gruppenligist TuSpo Grebenstein drei Spieltage vor Saisonende zu Wort: Valentin Plavcic wird den TuSpo in der nächsten Saison trainieren. Er tritt dann die Nachfolge von Drtion Mazrekaj an, der bereits zu Saisonbeginn angekündigt hatte, dass er aus beruflichen Gründen für kein weiteres Jahr mehr zur Verfügung stehen werde.

Mit Plavcic hat der TuSpo einen Trainer, der mit der UEFA-Pro-Lizenz selbst Bundesliga-Klubs trainieren könnte. Dass er dennoch beim vergleichsweise kleinen TuSpo tätig wird, hat mehrere Gründe. „Wir verstehen uns menschlich sehr gut und unsere sportlichen Ziele decken sich“, sagt Hannes Drube, Kapitän des TuSpo und zugleich im TuSpo-Vorstand. Mit den sportlichen Zeilen meint Drube, dass aus den Spielern aus der Region eine gute Mannschaft geformt wird, die auch Vereinsleben und Identifikation mit dem Klub schätzen. Das sei jetzt der Fall. Ob man dann um den Aufstieg spiele, sei dabei zweitrangig.

Beim Thema Aufstieg bremst Plavcic ein wenig. Für die nächste Saison sei dies kein Ziel. „Erst gucken, was die Mannschaft kann und was die Konkurrenz in der Liga macht“, sagt Plavcic. Dann könne man die Ziele genauer formulieren. Wenn er die zweite Saison in Grebenstein sei, könne er sicher mehr dazu sagen, macht er klar, dass sein Engagement nicht auf eine Saison ausgelegt ist.

Zweimal habe er die Mannschaft bislang gesehen, sagt der neue Trainer. „Potenzial ist da“, unterstreicht er. Sein Vorgänger Driton Mazrekaj, über den unter anderem die Kontakte zwischen TuSpo und Plavcic zustande kamen, habegute Arbeit geleistet. „Ich finde es klasse, dass wir so einen qualifizierten Trainer gefunden haben“, ist Mazrekaj sichtlich froh, die Mannschaft in gute Hände zu übergeben.

Tatsächlich kann der Neue einiges an Erfolgen vorweisen. Seinen Heimatklub NK Vitez führte er von der 3. in die 1. Liga von Bosnien-Herzegowina. Und: Abgestgiegen ist ernoch nie, aufgestiegen schon öfter.

Von Michael Rieß

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