Gruppenliga: CSC 03 Kassel ringt FC Bosporus mit 5:2 nieder und übernimmt Spitze

650 Fans beim Top-Spiel

Abgeluchst: CSC 03-Mittelfeldakteur Pavo Susilovic (rechts) verhindert beim 5:2-Sieg des neuen Spitzenreiters einen Gegenangriff des FC Bosporus über Nihat Cemali (links). Foto: Fischer

Kassel. Am Ende war der Fußball-Gruppenliga-Schlager zwischen dem CSC 03 Kassel und dem FC Bosporus, den die Rothosen verdient mit 5:2 (1:0) für sich entschieden, das Eintrittsgeld wert.

Schon in der Anfangsphase ging es hin und her, wenngleich die Partie aufgrund der tabellarischen Bedeutung von Nervosität und vielen Ballverlusten geprägt war. Die Gastgeber, ohnehin mit den erfahreneren Akteuren angetreten, gingen nach einem Foul von Omar Bayoud an Lukas Iksal im Strafraum in Führung. Kapitän Michael Dawid ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte den fälligen Elfmeter zur bis dahin überraschenden 1:0-Führung für den CSC 03 (11.).

Bis zur Pause war die Begegnung mehr oder weniger vom Kampf geprägt, wobei sich keins der Teams ein Chancenplus erspielen konnte.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Aktionen auf beiden Seiten zwingender. So baute der Gastgeber mit einem Doppelschlag zum 2:0 und 3:0 die Führung aus. Beide Tore fielen nach gleichem Strickmuster: Balleroberung vor der Abwehr des FC, schnelles Umschalten, Ablage, Tor. Beim 2:0 legte Marvin Kuhn auf Igor Radisavljevic ab (52.), das 3:0 bereitete Dawid für David Simoneit vor (53.). Damit schien das Spiel entschieden.

Bosporus kam aber nochmals zurück: Nach Freistoß von Parham Nasseri scheiterte zunächst Ismet Yegül am reaktionsschnellen Cetric Kuhn, der für den am Rücken verletzten Tobias Klöppner das Tor der Rothosen hütete. Den Abpraller setzte Daniel Hess zum 1:3 ins rechte Eck (65.).

Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Schon im Gegenzug stellte Radisavljevic mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her (66.).

Obwohl das Spiel jetzt nur noch in Richtung des Tores der Gastgeber lief, gelang den aufopferungsvoll kämpfenden Bosporus-Spielern nicht mehr als der Anschlusstreffer zum 2:4. Torschütze war wiederum Hess, dem erneut Yegül auflegte (75.). Am Ende der Begegnung hätte allein der eingewechselte Karim Kouay das Ergebnis nach einigen Kontern in die Höhe schrauben können, doch er scheiterte ein ums andere Mal an Bosporus-Torhüter Antonio Rega oder an sich selbst. Dann fiel aber doch das 5:2 durch Simoneit, der einen weiteren Konter mit seinem zweiten Tor abschloss (90.+4).

Die Trainer waren sich darin einig, dass der Sieg für den Gastgeber in Ordnung geht. Lothar Alexi sah die Grundlage für den Sieg darin: „Es ist uns gelungen, Parham Nasseri aus den Spiel zu nehmen und gute Konter zu setzen.“

Spielertrainer Nasseri war natürlich enttäuscht: „Die vielen Ballverluste haben uns das Genick gebrochen.“

Von Horst Schmidt

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