Was spricht für welche SG?

Favoritenschreck Calden/M. erwartet Favorit Hombressen/Udenhausen

Calden. Das Derbyfieber grassiert in Calden. Im vierten Heimspiel in Folge und dem vorletzten Spieltag der Fußball-Gruppenliga in diesem Jahr empfängt die SG Calden/Meimbressen den Tabellenführer SG Hombressen/Udenhausen.

Mit Selbstbewusstsein geht die Elf vom Kaiserplatz am Samstag (14.30 Uhr) in die Partie nach zuletzt zwei Erfolgen und prächtig ist natürlich auch die Stimmung bei den Reinhardswaldvereinigten, die jetzt schon seit neun Spieltagen an der Tabellenspitze stehen. Beide SG rechnen sich Chancen auf einen Sieg aus. Wir vergleichen die Mannschaften.

Heim- und auswärtsstärke

In der Heimtabelle stehen die Gastgeber auf dem zweiten Rang. Hombressen/Udenhausen steht bei der Auswärtstabelle auf Rang eins. Die einen holten zu Hause aus neun Spielen 21 Punkte, die anderen auswärts in neun Spielen 17 Punkte. Beides sind Top-Werte, dennoch liegt ein leichter Vorteil bei den Gastgebern.

Routine

Vorteil für Calden/Meimbressen: Mit Butterweck, Heckmann, Knoll, Schindewolf und den verletzten Torjäger Dittmer sowie Krätschmer sind sechs Akteure jenseits der 30 Jahre, insgesamt beträgt das Durchschnittsalter über 27 Jahre. Dennoch sind sie immer noch fit. Top-Fit, wie Trainer Jens Alter sagt. Und: Die Caldener haben die wesentlich größere Gruppenligaerfahrung als der Gegner.

Defensive

Vorteil für Hombressen/Udenhausen. 25 Gegentreffer sind zwar nicht wenig, aber nur eine Mannschaft hat weniger Tore in der Liga kassiert. Die Abwehr des Tabellenelften musste hingegen schon 41 Buden hinnehmen. Mit der Rückkehr von Nils Hofmeyer, der auch schon für Calden/Meimbressen spielte, kommt zusätzlich Konstanz in die Abwehrkette der Elf von Marco Siemers.

Konstanz

Klarer Vorteil für den Tabellenführer. Hombressen/Udenhausen hatte ein paar Probleme zu Saisonbeginn, als es drei Spiele ohne Sieg gab. Danach war der einzige Aussetzer ein 1:5 in Rothwesten. Diesen Gegner, rang Calden zuletzt 4:2 nieder. Und da war Rothwesten Dritter. Aber: sie gab auch schon oft vermeintlich leichte Spiele ab. Mehr als zwei Siege in Folge gelangen bislang nie. Wechselhafter geht kaum.

Fans

Klarer Punkt für die SG aus dem Reinhardswald. Auch in der dritten Gruppenligasaison ist die Zuschauerresonanz immer noch enorm, fast immer über 200 Zuschauer in den Heimspielen und in Calden werden vermutlich über 100 Anhänger das Spitzenteam unterstützen. 100 Fans – das ist so in etwas der Durchschnitt von Calden/Meimbressen bei Heimspielen.

Die Trainer

Klares Unentschieden. Wenn jemand neu zu einem Verein stößt und nach 17 Spieltagen an der Tabellenspitze steht, kann er nur alles richtig gemacht haben. Marco Siemers ist eher der ruhigere Trainertyp, doch hinter seinem Erfolg steckt akribische Arbeit. Doch sein Gegenüber, Jens Alter, muss sich nicht verstecken. Er ist in der fünften Saison bei der Elf aus der Flughafengemeinde und bringt es zusammen mit seinen Engagements in Elbenberg und Schauenburg auf sieben Jahre Gruppenligaerfahrung. Er kennt also die Liga. Und: Gerade in der Not gelingt es ihm immer wieder, sein Team zu Höchstleistungen zu treiben. Siege gegen Spitzenteams zeugen davon.

Angriff

Vorteil für die Gäste: Tore entscheiden Fußballspiele und da hatte Hombressen/Udenhausen (45 Saisontore) schon mit 6:1 im Hinspiel die Nase deutlich vor Calden/M. (35 Tore). Auf Dominik Lohne ist Verlass. Er war an 16 Treffern beteiligt. Ob sein Gegenpart Dennis Dittmer auflaufen kann, ist fraglich. Eine echte Verstärkung für die Reinhardswalder ist Nico Siebert mit 15 Beteiligungen an Toren in 13 Spielen. Da hat Caldens Rückkehrer Marko Utsch mit sieben Treffern und vier Assists noch Luft nach oben. zyh)

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