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Fußballer der SG Klei./Hun./Doh. verzichten auf Halbfinale im Kreispokal

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Von: Eckehard Meyer

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Auf das Halbfinale verzichtet: Trainer Goran Andjelkovic und die SG Klei./Hun./Doh. konzentrieren sich auf die Meisterschaft.
Auf das Halbfinale verzichtet: Trainer Goran Andjelkovic und die SG Klei./Hun./Doh. konzentrieren sich auf die Meisterschaft. © Per Schröter

Aus der Neuauflage des Endspiels 2021 im Fußball-Kreispokal wird nun nichts. Die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach verzichtete auf die am Donnerstag angesetzte Austragung des Halbfinals gegen den Verbandsliga-Meister und künftigen Hessenligisten SV Adler Weidenhausen – und hat dafür gute und verständliche Gründe.

Weidenhausens Finalgegner wird heute um 18.30 Uhr in Unterrieden im Duell zwischen Kreisoberligist SG Werratal und Gruppenligist SV Reichensachsen ermittelt.

SG Klei./Hun./Doh.

„Jeder sollte unsere Situation eigentlich verstehen. Wir stehen unmittelbar vor dem größten Triumph unserer Vereinsgeschichte und können etwas Historisches schaffen“, sagt SG-Vorsitzender Fritz Werner. Heißt: Die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach benötigt am abschließenden Spieltag der Gruppenliga am kommenden Sonntag noch einen Sieg beim OSC Vellmar II, um die Gruppenliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt zu machen.

„In einer anderen Situation hätten wir selbstverständlich das Pokalmatch bestritten. Schließlich ist es immer etwas besonderes gegen den SV Weidenhausen anzutreten“, erklärt Werner. „Jetzt aber möchten wir jegliches Risiko ausschließen und mit der bestmöglichen Mannschaft in Vellmar auflaufen.“ Auch für SG-Trainer Goran Andjelkovic gibt es angesichts der unglücklichen Terminkonstellation keine Alternative. „Alle Spieler und die Verantwortlichen waren ganz schnell einer Meinung. Da das Pokalendspiel am 15. Juni aus verschiedenen Gründen nicht verlegt werden kann, blieb uns nur dieser Weg. Einige meiner Leistungsträger sind angeschlagen und sollen geschont werden.“

Klar, den Fußballfans im Werra-Meißner-Kreis entgeht damit ein ganz großes Spiel zweier zuletzt überragender Mannschaften. „Es hätte aber wenig Sinn gemacht, zu diesem Halbfinale mit einer zweiten Mannschaft anzutreten“, sagt der SG-Vorsitzende und fügt hinzu: „Der Gegner ist ein künftiger Hessenligist, der dieses Spiel sicherlich ganz ernst genommen hätte. Und dies wäre dann auch eine Art Betrug gegenüber den Zuschauern gewesen. Da darf man nicht nur auf die Zuschauereinnahmen schauen, die wir auch gut hätten gebrauchen können.“

SG Werratal

In der Fußball-Hierarchie sind der gastgebende Kreisoberligist Werratal und Gruppenligist SV Reichensachen zwar dicht beieinander, dennoch ist die Begegnung für SG-Interimstrainer Sascha Krumbeim ein Duell des Davids gegen den Goliath. Krumbein muss nämlich für den an Corona erkrankten Coach Thomas Schill einspringen und konnte Mitte der Woche noch nicht einmal sagen, welche seiner Spieler überhaupt dabei sein werden.

Augen zu und durch: Kapitän Benedikt Lange (links, hier gegen Eschenstruths Lars Kraft) empfängt mit der SG Werratal den SV Reichensachsen.
Augen zu und durch: Kapitän Benedikt Lange (links, hier gegen Eschenstruths Lars Kraft) empfängt mit der SG Werratal den SV Reichensachsen. © Moritz Ziegler

„Wir haben einige Coronafälle. Somit fallen einige Entscheidungen erst kurzfristig“, erklärt Krumbein. Ganz schwer wiegt allerdings der Ausfall von Angreifer Jan Luca Winkelbach. Der schoss im letzten Serienspiel in der Schlussphase das Siegtor gegen den SSV Witzenhausen und zog sich nur wenig später einen Kreuzbandriss zu. „Das ist wahrlich ein herber Verlust. Luca war zuletzt super drauf und hätte auch Reichensachsens Abwehr ordentlich in Verlegenheit gebracht“, weiß Krumbein.

Verstecken wollen sich die Werrataler aber auch als krasser Außenseiter nicht. „So weit sind wir im Pokalwettbewerb lange nicht mehr gekommen. Es ist schon eine besondere Herausforderung gegen einen starken Gruppenligisten, gegen den wir uns teuer verkaufen wollen“, so der Interimscoach.

Und dass die Werrataler richtig gut Fußball spielen können und die Aktionen spürbar die Handschrift des seit einem Jahr im Amt weilenden Trainers Thomas Schill tragen, wurde erst im Viertelfinale dieses Cupwettbewerbs deutlich. Da spielte die SG den Klassenrivalen TSG Fürstenhagen mit dem zweifachen Torschützen Winkelbach beim 6:0-Kantersieg glatt an die Wand. (Eckehard Meyer)

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