Wattenbach mit neuem Trainer Osman Duygu empfängt heute den KSV – 18 Uhr

Gleich die Löwen im ersten Test

Voller Elan an der Seitenlinie: Osman Duygu hat nach sieben Jahren in Großalmerode nun das Sagen bei Gruppenligist TSG Wattenbach. Foto:  Schröter

Kassel. Ohne Fußball kann er nicht. Osman Duygu ist mit seinen 43 Jahren schon so etwas wie ein Trainer-Urgestein. Nach zuletzt sieben Jahren beim FC Großalmerode hat der gebürtige Kasselaner bei der TSG Wattenbach angeheuert. Seit Ende Juni steckt der Gruppenligist in der Vorbereitung. Heute bestreitet Duygus neuer Klub ein erstes Testspiel, und zwar nicht gegen irgendwen: Ab 18 Uhr macht Regionalligist KSV Hessen Kassel auf seiner „Tour de Nordhessen“ Station auf dem Sportplatz am Brand.

Wattenbachs neuer Trainer bezeichnet die Partie als Highlight. „Der KSV ist das Aushängeschild der Region. Wann hat man schon die Gelegenheit, gegen ihn zu spielen? Es ist eine Ehre für uns, ihn zu empfangen“, sagt Duygu. Die Begegnung ist das Sahnehäubchen einer viertägigen Geburtstagssause. Der Verein aus der Söhre wird 110 Jahre alt.

Für Duygu, der sein Geld im Vertrieb der Städtischen Werke in Kassel verdient, steht der Ausgang der Partie schon vorher fest. „Aber ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mindestens einen Treffer weniger zu kassieren als der vorherige Gegner der Löwen.“ Ambitioniertes Vorhaben. Am Montag gewann der KSV beim SC Edermünde 4:0. Auf jeden Fall wollen die Wattenbacher mutig in die Partie gehen und versuchen, so lange wie möglich dagegen zu halten. „Ich werde den Jungs sagen, dass sie keine Angst, aber dafür viel Spaß haben sollen“, erklärt Duygu.

Bei seinem neuen Verein ist der Trainer sehr gut aufgenommen worden. Ihm sei allerdings nicht so klar gewesen, dass der Sportplatz in der Söhre ähnlich hoch liegt wie der in Großalmerode. „Da werden wir dann spätestens ab Herbst tolle Bedingungen fürs Training haben“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Damit kennt sich Duygu aus. Bei seinem Abschied aus dem Werra-Meißner-Kreis antwortete er auf die Frage, was er denn gar nicht vermissen werde, kurz und knapp: das Wetter.

Neben den geografischen Bedingungen hat der Trainer in Wattenbach ein Team mit elf Neuzugängen vorgefunden. Eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, wie er sagt. Was die Spielphilosophie anbelangt, würde sich seine Vorstellung von Fußball nicht gravierend von der seines Vorgängers Michael Pfannkuch unterscheiden. Duygu sagt: „Ich freue mich auf die Aufgabe in Watenbach.“

Nach all den Jahren als Trainer steckt der Sohn türkischer Eltern immer noch voller Motivation. Duygy formte Talente in der Jugend des KSV Baunatal und des OSC Vellmar, und er stand auch beim VfB Süsterfeld an der Seitenlinie, als ein gewisser Mehmet Göker die Geschicke des Vereins bestimmte. Vor allem die Jugendarbeit habe ihm großen Spaß gemacht. „Es ist toll, die Entwicklung der Spieler zu sehen. Und es macht einen auch ein bisschen stolz.“ Nun gilt seine Konzentration der TSG Wattenbach. So viel steht fest: Osman Duygu hat noch lange nicht genug vom Fußball.

Von Robin Lipke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.