Erster gegen Zweiter in der Gruppenliga 2

Spitzenspiel zwischen Verfolger CSC 03 Kassel und Bosporus

Der erste Sieg: Tobias Klöppner in Siegerpose nach dem 2:0-Erfolg seines CSC 03 gegen Sandershausen. Archivfoto: Fischer

Kassel. Die Fußball-Gruppenliga 2 hält am 22. Spieltag den absoluten Knüller bereit: Denn am Sonntag ab 15 Uhr empfängt der Zweite CSC 03 Kassel den Spitzenreiter FC Bosporus an der Jahnstraße.

Beide Mannschaften beherrschen die Liga seit Saisonbeginn. Aufsteiger CSC 03 mit Trainer Lothar Alexi könnte bei einem Sieg an Bosporus vorbeiziehen. Der Tabellenführer steht nach der Niederlage gegen Sandershausen vor zwei Wochen somit unter Druck.

Zwei Spieler stehen besonders im Blickpunkt: Die Torhüter Tobias Klöppner, der beim Verfolger seinen Kasten sauber halten will, und der ebenso ehrgeizige Antonio Rega vom Nordstadt-Klub. Tobias Klöppner

Wohin mit dem Ball: Antonio Rega vor dem Abwurf im Spiel gegen den VfL Kassel. Archivfoto: Malmus

Eigentlich hatte der 38 Jahre alte, verheiratete und zweifache Vater (eine Tochter, ein Sohn) seine Fußballschuhe nach der vergangenen Saison beim KSV Baunatal an den Nagel gehängt. Bis er einen Anruf von 03-Trainer Lothar Alexi bekam. Dieser überzeugte ihn davon, zumindest noch eine Spielzeit zu absolvieren.

Nun spielt „Klöppi“, wie ihn die Kollegen rufen, mit seinem Team um den Aufstieg in die Verbandsliga. Er ist nicht nur der Torhüter, der die Abwehr stabilisieren soll, sondern er gibt seine Erfahrungen auch an die jungen Spieler weiter.

Allen voran an den jungen zweiten Torhüter Cetric Kuhn, mit dem er sich die Einsätze im Kasten der Rothosen teilt und ihn nebenbei in den Trainingseinheiten fit macht und weiterbildet. All dies anscheinend mit Erfolg, denn die 03er kassierten in 19 Partien erst acht Gegentore. Hält der Keeper den Schlager bereits für entscheidend? „Auf keinen Fall. Es gibt bei dann noch zehn ausstehenden Partien zu viele Unwägbarkeiten.“ Auf jeden Fall hofft er auf erfolgreiche Revanche für das 0:1 im Hinspiel. Dazu will Klöppner mit guten Paraden beitragen. Er besticht durch eine gute Übersicht und weiß seine Vorderleute gut zu dirigieren.

Rega ist eher der mitspielende Torwart und somit ein Vertreter der neuen Torhüter-Generation. An einem guten Tag kann er genau wie Klöppner eine Partie fast allein entscheiden. Seit Saisonbeginn schnürt er für Bosporus die Stiefel. Der 29-jährige kam vom Nachbarn BC Sport zum Titelaspiranten. Rega, verheiratet, ist als Sport- und Fitnesskaufmann sowie Personal Trainer tätig. Dadurch muss er an manchen Wochenenden auf Fußball verzichten. Was ihm schwer fällt, weil er sich beim FC wohlfühlt. Er wäre nicht in die Nordstadt gewechselt, wenn ihm die Mannschaft nicht vom ersten Tage an das nötige Vertrauen entgegengebracht hätte: „Die Kollegen sind auch meine Freunde. Sie haben mich überzeugt, bei Bosporus einzusteigen.“

Auch für Rega hat die Partie noch keinen richtungsweisenden Charakter: „Anschließend sind noch genügend Begegnungen zu absolvieren, und jeder ist gegen uns als Spitzenreiter hochmotiviert“, sagt der Schlussmann. Rega ist wie Klöppner vom Sieg seiner Elf überzeugt: „Wir sind ein spielstarkes Team, das mit viel Herz an die Aufgabe herangeht.“

Von Horst Schmidt

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