Fußball-Gruppenliga 2:38 Treffer in acht Punktspielen und ein Zuschauer-Rekord

CSC 03 Kassel gewinnt 5:2 gegen Bosporus

Voller Einsatz: Tolga Yantut von Bosporus (vorn) und Igor Radisavljevic von den Rothosen schenkten sich im Spitzenspiel ebenso wenig wie ihre beiden Mannschaften. Foto: Fischer

Kassel. Die Fußball-Gruppenliga, Gruppe 2, hatte am Wochenende einiges zu bieten – und das betraf nicht nur das Topspiel zwischen CSC 03 Kassel und dem FC Bosporus, in dem sich der Gastgeber mit 5:2 behauptete.

Der Angriffselan

38 Treffer in acht Spielen – im Schnitt fielen in den Begegnungen des Sonntags 4,75 Tore. Neben der Partie auf dem Sportplatz an der Jahnstraße schlug das Leder auch auf dem Feld der FSK Vollmarshausen insgesamt siebenmal ein. Zum Leidwesen der Gastgeber stand unterm Strich eine 3:4-Niederlage gegen die Reserve des SV Adler Weidenhausen. „Es gab sogar noch Pfostenschüsse und weitere hochkarätige Gelegenheiten. Da wären auch noch einige Tore mehr möglich gewesen“, berichtet der Vollmarshäuser Spieler Kevin Hempel.

Kurios war der Spielverlauf: Erst lagen die Platzherren 1:0 vorn, dann drehten die Gäste die Begegnung. Zweimal glich die FSK aus. Auf das 3:4 von Bebendorf kurz vor Schluss hatte der Tabellenachte keine Antwort mehr parat.

„Bei uns in der Kabine waren wir uns nach dem Spiel einig: Wir würden uns auch mal wieder über einen 1:0-Sieg freuen“, erklärt Hempel. Kein Wunder: Die Vollmarshäuser spielten lediglich einmal in dieser Punkterunde zu null. Das war beim 1:0 im vergangenen August gegen den Tuspo Grebenstein.

Der Zuschauerrekord

In der Pause bekam Harry Spohr vor allem eine Frage gestellt: „Wie viele Zuschauer sind denn da?“ Die Antwort kam dem Vorsitzenden des CSC 03 leicht über die Lippen: „650“. Klar, solch einen Andrang haben die Rothosen auch nicht alle Tage auf ihrem Gelände. Dieser Besuch bedeutet einen neuen Saisonrekord für diese Spielklasse.

Nur mal zum Vergleich: In der Saison 2014/15 verfolgten 300 Fans die Partie das damaligen Spitzenreiters SG Schauenburg und dessen Nachbarn Eintracht Baunatal. Das rein türkische Derby zwischen Bosporus und Türkgücü besuchten im Mai 2015 580 Anhänger der beiden Vereine.

Probleme machte der außergewöhnlich gute Zuspruch den CSC-Verantwortlichen nicht. „Klar, Verpflegung und vor allem alkoholfreie Getränke wurden nach der Pause knapp, aber eine Kiste Bier stand schon noch im Lager“, sagte Spohr. Im Nachhinein wäre es aus Sicht des Klubchefs sinnvoll gewesen, einen Antrag zur Nutzung der Parkfläche auf dem Messeplatz zu stellen.

Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch. Besonders bemerkenswert: Um den fairen Umgang miteinander zu demonstrieren, stellten sich beide Teams vor dem Anstoß zu einem Gruppenbild auf.

Der Spannungsfaktor

Mit dem 5:2-Sieg übernahmen die Rothosen die Tabellenspitze – mit einem Punkt Vorsprung auf Bosporus und einer Partie in der Hinterhand. Dadurch kann der CSC 03 den Titel nun aus eigener Kraft holen.

Schon am Mittwoch kann sich wieder einiges ändern, weil der Tabellenführer ab 18.30 Uhr beim Viertplatzierten TSG Sandershausen gastiert. Bosporus tritt bereits ab 18.15 Uhr den schweren Gang bei der SG Calden/Meimbressen an. CSC 03 muss auch noch ein Nachholspiel in Calden absolvieren.

„Der Ausgang der Begegnung war sicher richtungsweisend“, erklärt Rothosen-Coach Lothar Alexi, „aber noch nicht vorentscheidend.“ Bosporus-Spielertrainer Parham Nasseri sieht seine Mannschaft nach der Niederlage unter Zugzwang.

Die beiden Verantwortlichen müssen ihre Teams in der heißen Phase der Gruppenliga-Runde noch auf Kräftemessen mit Vertretern aus der Verfolgergruppe einstimmen. So stellt sich beispielsweise der jetzige Drittplatzierte FSV Dörnberg noch sowohl im Nordstadtstadion als auch auf der Jahnkampfbahn vor.

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