Verlass war nur auf Fehlpässe

Gruppenligist Immenhausen verliert gegen Kleinalmerode/H./D.

Da war die Welt für Immenhausen in Ordnung: Marc Sommer (links) trifft zur 1:0 Führung. Kleinalmerodes Torwart Tim Behnke war machtlos. Foto: Rieß

Immenhausen. Fußball-Gruppenligist TSV Immenhausen kann zu Hause nicht punkten. Auch gegen Kleinalmerode/H./D. gab es eine Niederlage. Nach dem 1:2 befindet sich die TSV für den Rest der Saison wohl nur noch auf Abschiedstour aus der Gruppenliga durch Nordhessen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Spiel.

Ist die Niederlage der Immenhäuser verdient?

Ja. Nur in manchen Situationen war das Schlusslicht der Gruppenliga ligatauglich. Der Aufsteiger aus Kleinalmerode war nicht besonders stark, aber allemal stärker als die Gastgeber.

Wie lief das Spiel in Immenhausen?

Lassen wir es den Trainer sagen. Bernd Hüter rief nach etwa einer viertel Stunde lautstark seiner Mannschaft zu: „Spielt doch endlich Fußball.“ Die TSV versteckte sich zu sehr und ließ dem Gegner den Platz, um Angriffe zu fahren.

Nutzte der Zwischenruf des Trainers etwas?

Zumindest kurzfristig. Eine viertel Stunde spielte die TSV tatsächlich ganz ansehnlich. Und kam auch zu Chancen. Immer wenn sie schnell spielte, gab es Möglichkeiten. Zunächst gelang ihr ein Abseitstor, dann traf Marc Sommer tatsächlich ins Schwarze. Nach 16 Minuten führten die Hausherren 1:0. Und für weitere gut zehn Minuten war tatsächlich Fußball auf Gruppenliga-Niveau zu sehen.

Was waren die größten Fehler der TSV?

Genau genommen waren es zwei. Der erste; Ein Immenhäuser Mittelfeld gab es nicht. Frühes Pressing? Forechecking? Fehlanzeige. So geriet man öfter in die Bredouille, als es nötig gewesen wäre. Der zweite war entscheidender: Die Fehlpässe: Selbst auf kürzestem Raum fanden die Bälle nicht ihr Ziel. Das Verlässlichste am Immenhäuser Spiel war, dass der Ball meist beim Gegner landete.

Was sagt Trainer Bernd Hüter dazu?

Der war nicht glücklich über die Situation. „Wir haben schlecht gespielt. Oft haben wir bisher unglücklich verloren. Heute bin ich erstmals enttäuscht von unserem Spiel.“ Die Fehlpassquote in der Vorwärtsbewegung hatte er während der Pause angesprochen. Doch geändert hat sich daran nichts. Nur das Forechecking war nach dem Seitenwechsel etwas besser.

Wie fielen die Tore für die Gäste?

Der Sieg der Gäste war zwar verdient, doch die Tore selbst waren aus Gäste-Sicht glücklich. Der 1:1-Ausgleich beispielsweise fiel nach einer Flanke, die Nils Schröder per Kopf leicht abfälschte ins eigene Tor. Keeper Nico Brancazzu war machtlos.

Hatten die Gastgeber also einen Torwart gefunden?

Ja. Nach der Sperre für Maurice Braun und der Verletzung von Andreas Kipping reaktivierten sie Bracazzu. Seit über zwei Jahren hatte dieser nicht mehr gespielt. „Wir sind dankbar dass sich der Junge bereiterklärt hat“, sagte Bernd Hüter. In der ersten Halbzeit war er, der zuletzt vor 3,5 Jahren in Immenhausen das Tor hütete, fehlerfrei. In der zweiten verhinderte er durch gute Paraden einen höheren Rückstand, beim 1:2 in der 69. Minute, als Tobias Gunkel auf ihn zulief, war die fehlende Spielpraxis zu sehen. Dennoch: Besser als manch anderer war er.

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