Schnellcheck: Warum Gruppenligist Immenhausen auch gegen Fürstenhagen verlor

2:3 – Immenhausen auf Talfahrt

Seine zwei Tore reichten nicht: Erdinc Güney traf in der ersten Halbzeit zweimal für Immenhausen. Am Ende konnten aber weder er, noch Daniel Humburg (links) und Patrick Rühl (rechts)jubeln. Die TSV unterlag 2:3. Foto: Hofmeister

Immenhausen. Eine ganz bittere 2:3 (2:2)-Heimniederlage musste die TSV Immenhausen im Kellerduell der Fußball-Gruppenliga gegen Mitaufsteiger TSG Fürstenhagen hinnehmen.

? Wer konnte seine Negativserie beenden?

! Dies war die große Frage vor dem Duell der beiden Aufsteiger und die lösten die Gäste aus dem Werra/Meißner-Kreis mit ihrem Siegtreffer in der 83. Minute zu ihren Gunsten. Zuvor war die TSG seit fünf und das Siebert-Team sechs Spiele ohne Sieg.

? Wie fiel der entscheidende Treffer?

! Vielleicht bezeichnend für die Situation der Immenhäuser, weil das doch sehr unglücklich, aber auch unnötig war. Die Grün/Weißen machten die rechte Angriffsseite der Fürstenhagener nicht richtig zu. Daniel Lauer luchste der TSV-Abwehr den Ball ab und umkurvte Keeper Maurice Braun, fast von der Torauslinie schoss Lauer parallel zur Torlinie an den Pfosten und der Abpraller sprang den eingewechselten Ulrich Rauschenberg an und ging ins Tor.

? War der Sieg für Fürstenhagen verdient?

! Nach der zweiten Halbzeit schon, weil da das Team um Spielertrainer Dennis Schanze einfach mehr vom Spiel hatte und durch Jäger (57.) sowie Lauer (81.) noch zwei gute Torchancen ausließ. Von der TSV kamen im zweiten Abschnitt nur zwei Torschüsse. Anders sah es jedoch vor der Pause aus, da zeigte der Tabellenvorletzte wesentlich mehr Willen und wurde schließlich auch mit dem Führungstreffer belohnt, allerdings begünstig durch einen Fehler in der Gästeabwehr.

? Wann war die stärkste Phase der Partie?

! In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit fielen vier Tore. Nach dem 1:0 (36.) von Erdinc Güney, dauerte es nur 120 Sekunden und die Freude war schon wieder verflogen. Nach einem Freistoß bekam die Abwehr der „Immen“ den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Nicolae Titan war mit dem ersten Torschuss der Gäste gleich erfolgreich. Zwei Minuten vor der Pause ein Heber über TSV-Keeper Maurice Braun, den Thomas Stern nicht mehr klären konnte und ins eigene Tor lenkte. Dieses wiederum hätten nun eigentlich die Gäste mit in die Kabine nehmen müssen. Doch Erdinc Güney glich durch seine zweiten Treffer mit dem Pausenpfiff aus.

? Wie präsentierte sich die wacklige Defensive der Immenhäuser diesmal?

! Der Bereich ist in dieser Saison die Achillesferse des Wiederaufsteigers. Mit Koch und Schwan, die aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen und dem langzeitverletzten Schilling fehlen da sehr wichtige Stützen aus den vergangenen Spielzeiten, die auch über Erfahrung in dieser Liga verfügen. Dennoch hat die Verteidigung in dieser Partie keine gravierenden Fehler gemacht. Doch auch die einfachen Fehler werden hier in der Gruppenliga mehr bestraft als eine Klasse tiefer, merkte Immenhausens Stürmer Stefan Bachmann an.

? Was sagen die Spieler des TSV zur Misere?

! Stellvertretend für seine Mitspieler erkannte Stefan Bachmann an, dass der Gegner einfach mehr Biss zeigte. Das war natürlich mitentscheidend. Und 120 Sekunden nach der 1:0-Führung schon wieder einen Gegentreffer zu kassieren, steckt keine Mannschaft so leichtweg. Bachmann nahm sich aber auch selber in die Pflicht. Sein Offensivpartner Daniel Humburg hätte wesentlich mehr Einsatz gezeigt als Bachmann selbst, der bisher fünf Saisontorte erzielt hat.

Von Ralf Heere

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