Portrait

Schauenburgs Jan-Philip Schmidt sorgt in Gruppenliga für Furore

Nicht am Schuss zu hindern: Auch der Baunataler Jörn Katluhn (links) kann Torjäger Jan-Philip Schmidt von der SG Schauenburg nicht stoppen. Archivfoto: Malmus

Schauenburg. Er führt die Torjägerliste mit 17 Treffern an. Stoppen konnten ihn seine Gegner in der Fußball-Gruppenliga, Gruppe 2, zuletzt kaum noch.

Verständlich daher, dass sich Jan-Philip Schmidt von Herbstmeister SG Schauenburg am letzten Wochenende mit gemischten Gefühlen in die Winterpause verabschiedete.

„Um die Abläufe und den Spielfluss beizubehalten, hätte ich gern weitergemacht“, betont der 19-Jährige. Ein Gutes hat die Unterbrechung dennoch: „Im habe mir einen Zeh geprellt und hätte zwei Wochen aussetzen müssen.“

Das Eigengewächs, das zwischenzeitlich für Eintracht Baunatal antrat, bewältigte den Sprung in den Seniorenbereich. Schon in der Vorsaison, damals kickte er mit den Schauenburgern A-Junioren in der Kreisliga, führte ihn Trainer Jurek Förster in 19 Einsätzen an die Erste heran. Nun startet er richtig durch.

Dass Schmidt so erfolgreich ist, verdankt er nicht nur den eigenen Qualitäten. „Der Wohlfühlfaktor ist wichtig für ihn“, weiß Förster, und Jay-Pee, wie er – englisch ausgesprochen – genannt wird, bestätigt dies: „Ich verstehe mich mit allen prima, und einige meiner besten Freunde spielen auch hier.“

Kein Grund also, den Schauenburgern den Rücken zu kehren, selbst für einen, der auf sich aufmerksam macht. Oder etwa doch? „Irgendwann würde ich es begrüßen, höherklassiger zu spielen. Aber darüber mache ich mir erst nach der Saison Gedanken“, erklärt Schmidt. Und vielleicht steigt die Spielgemeinschaft ja selbst auf. Die Verbandsliga oder gar die Hessenliga wären Ziele für Schmidt, der es nicht als Hindernis erachtet, nicht schon früher zu einem größeren Verein gewechselt zu sein. „Benny Trümner hat den Durchbruch ja auch spät geschafft, obwohl er lange in Neukirchen geblieben ist“, verweist er auf den Ex-Löwen und jetzigen Hoffenheimer.

Trainer Förster schreibt Schmidt nahezu alle Eigenschaften zu, die ein Stürmer benötigt. Und, was ihn besonders auszeichne: „Er behält vor dem Tor die Ruhe und wirkt auch als Vorbereiter.“ Schwächen? „Na ja, er könnte körperlich noch zulegen. Der robusteste ist er nicht, eher der drahtige Wirbelwind.“ Bis die Punktspiele weitergehen, kann Schmidt daran arbeiten. Der Zeh dürfte dann auskuriert sein.

Von Wolfgang Bauscher

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