Gruppenliga: Wolfsanger gewinnt nach dreimaligem Rückstand 5:3 gegen Türkgücü

Kontertaktik geht auf

In der Zange: Wolfsangers Marcel Kahl (Mitte) hat es schwer, den Ball gegen Orkan Özdemir (links) und Navid Dastborzo beim 5:3-Erfolg gegen Türkgücü unter Kontrolle zu bringen. Foto: Fischer

Kassel. Am Ende einer jederzeit spannenden Begegnung der Fußball-Gruppenliga (Gruppe 2) setzte sich der TSV Wolfsanger letztlich nicht unverdient mit 5:3 (1:2) gegen den abstiegsgefährdeten SV Türkgücü durch.

Schon zu Beginn legten beide Mannschaften flott los und stellten klar, dass es kein langes Abtasten geben und sie auf Sieg spielen würden. Nach guten Abschlussmöglichkeiten auf beiden Seiten war es Alpay Seferinoglu, der die Gastgeber mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze mit 1:0 in Führung brachte. Torwart Marco Schneider war machtlos. Die Führung hielt nur drei Minuten. Wiederum war Seferinoglu der Torschütze. Bei einem unglücklichen Abwehrversuch überwand er seinen Torhüter Ibrahim Gül mit einem Querschläger zum 1:1-Ausgleich. In der 34. Minute stand derselbe Spieler abermals im Mittelpunkt. Jetzt wurde er im Strafraum des TSV gelegt, den Elfmeter verwandelte Routinier Mehmet Gül im Nachschuss zur 2:1-Führung der Gastgeber.

Nach der Pause stellten die Wölfe auf eine Dreierkette um und belohnten sich schnell für ihr Pressing. Nafiz Bürükata erzielte mit einem herrlichen Drehschuss den 2:2-Ausgleich. Türkgücü ließ die Köpfe nicht hängen: Nach Pass von Enver Gül war es wiederum Mehmet Gül, der die Wölfe-Abwehr regelrecht schwindelig spielte und zur erneuten Führung der Gastgeber traf (54.).

Jetzt wechselte TSV-Coach Oliver Frank seinen Joker ein: Neben Bastian Reeser kam der gerade 18 Jahre alt gewordene Dominic Rehbein in die Begegnung und erzielte mit seinem zweiten Versuch den 3:3-Ausgleich (70.). Die Gäste übernahmen nun das Kommando: Zunächst war es Marcel Kahl, der den TSV erstmals in Front brachte (74.), dann traf wiederum Rehbein zum verdienten 5:3-Endstand (82.). In der 90. Minute entschärfte Gül noch einen Foulelfmeter von Michael Smyk.

Trainer Hayri Karahan war nach seinem Pflichtspieleinstand bei Türkgücü frustriert: „Meine Elf hat viel investiert und machte durch leichte Fehler den Gegner stark.“

Wölfe-Trainer Oliver Frank lobte seine Team: „Unsere Kontertaktik ist am Ende voll aufgegangen.“

Von Horst Schmidt

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