Fragen und Antworten: Niestetaler Derby steigt am Sonntag in Sandershausen

Nachbarn werden Rivalen

Szene aus dem Hinspiel: Die Sandershäuser (von links) David Altschmied und Bruno Luis versuchen, den Heiligenröder Christian Rümenap am Torabschluss zu hindern. Foto:  Malmus/nh

SANDERSHAUSEN. Viele Jahre hatten sie in Niestetal auf ihr Ortsderby zwischen der TSG Sandershausen und dem TSV Heiligenrode warten müssen. Im Oktober vergangenes Jahr war es soweit: Aufsteiger Heiligenrode besiegte den Meisterschaftsfavoriten an der heimischen Karl-Marx-Straße überraschend deutlich mit 4:1 (2:0). Am Sonntag (15 Uhr, Heiligenröderstraße) steht nun das Rückspiel in der Fußball-Gruppenliga (Gruppe 2) an. Fragen und Antworten zum Duell zweier Klubs, deren Sportplätze nur 2,3 Kilometer Luftlinie auseinander liegen.

?Mit welchen Zielen sind die Vereine in die Saison gestartet?

!Gastgeber Sandershausen ist klar mit der Vorgabe Aufstieg in die Saison gestartet. Nachdem die TSG in den Jahren seit dem gemeinsamen Aufstieg 2008 zuletzt immer einen Platz unter den ersten fünf Teams belegen konnte, hätte man den Sandershäusern auch keine andere Zielsetzung abgenommen.

Heiligenrode, dass am Ende der Saison 2010/11 aus der Gruppenliga abstieg und erst im vergangenen Jahr zurückkam, ist da mit bescheideneren Zielen in die Serie gegangen. „Als Aufsteiger wäre es vermessen gewesen, über etwas anderes als den Klassenerhalt nachzudenken“, sagt denn auch Abteilungsleiter Matthias Schmelz.

?Wer sind die Trainer beider Klubs?

!Bei den Gastgebern hat der 66-jährige Friedhelm Janusch das Sagen. Er trainiert die Sandershäuser seit Beginn der vergangenen Saison und wird dies auch in der kommenden Spielzeit tun, egal ob in der Gruppen- oder Verbandsliga.

Carsten Umbach (46) ist Coach des Nachbarn aus Heiligenrode. Er verließ den TSV nach dem Abstieg aus der Gruppenliga 2011, kam zu Beginn der Saison 2015/16 zurück nach Heiligenrode und führte den Klub über die Aufstiegsspiele der Kreisoberliga-Zweiten sofort wieder in die Gruppenliga. Seine Mannschaft hat er in der oberen Tabellenhälfte etabliert, am Saisonende zieht es ihn schließlich wieder zurück zu seinem Heimatverein nach Eschenstruth.

?Wer sind die tragenden Stützen der Mannschaften?

!In Sandershausen allen voran der nachverpflichtete Torhüter Tobias Orth sowie Felix Bredow, Justin Schumann, Sebastian Ullrich und Oliver Schweitzer, um nur ein paar oberligaerfahrene Spieler herauszugreifen.

Beim Nachbarn sieht da alles etwas bescheidener aus, wenngleich sich solche Akteure wie Dennis Joedecke, Torjäger Christian Rümenap, Jan Hille oder Darko Bonic hinter keinem groß verstecken müssen.

?Was ist für die beiden Mannschaften in dieser Saison noch drin?

!Sandershausens Lauf nach den Erfolgen gegen Kaufungen und Calden/Meimbressen wurde nach der 0:1-Pleite gegen Vollmarshausen jäh unterbrochen. Beim 5:1-Erfolg im Nachholspiel in Weidenhausen lief es allerdings wieder rund. Als Vierter hinter Hombressen/Udenhausen ist dem Team noch alles, selbst der Direktaufstieg, zuzutrauen.

Das Umbach-Team hat sein Ziel, den Klassenerhalt, bereits seit Wochen erreicht. Jetzt geht es nur noch darum, zu beweisen, warum es für den Aufsteiger so gut gelaufen ist. Und natürlich darum, den vermeintlichen sportlich großen Nachbarn erneut zu ärgern.

Von Horst Schmidt

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