Gruppenliga: Trainer Lothar Alexi gastiert mit CSC 03 zum Hit an früherer Wirkungsstätte Wattenbach

Rückkehr an den Ort großer Siege

Jubel im Mai 1999: Lothar Alexi freut sich über den vorentscheidenden 1:0-Sieg der Wattenbacher in der Bezirksoberliga gegen Verfolger Olympia Kassel. Archivotos: Fischer/Socher/Herzog

Kassel. Sein letzter Einsatz als Fußball-Trainer des TSG Wattenbach liegt fast viereinhalb Jahre zurück. Am 29. Mai 2011 verabschiedete sich Lothar Alexi mit einem 2:1-Heimsieg über den BC Sport von dem Gelände, das zwei Jahrzehnte seine Bühne war. Am Sonntag ab 15 Uhr kehrt er nun auf die Sportanlage Am Brand zurück – als Coach des CSC 03 Kassel, der zum Gipfeltreffen der Gruppenliga 2 den Verfolger aus Söhrewald auf Distanz halten will.

DIE RÜCKKEHR

Schon seit Wochen wird Alexi immer mal wieder von einstigen Weggefährten angesprochen. „Zum Spiel in Wattenbach“, sagen sie ihm dann, „werden wir auf jeden Fall dabei sein.“ Ob es ein Ulrich Wagner ist, ein Matthias Hoffmann, ein Jürgen Fischer, ein Marco Mason – den Auftritt ihres früheren Trainers wollen sich die ehemaligen Haudegen nicht entgehen lassen. „Ich freue mich auf viele alte Bekannte“, sagt der 59-jährige Alexi nicht ohne Grund.

DAS KLEINE GASTSPIEL

Wer den Weg des Fußball-Lehrers nach seinem Weggang aus Wattenbach intensiv verfolgt hat, der wird registriert haben, dass Lothar Alexi bereits einmal Am Brand ein Team auf eine Begegnung eingestimmt hat. Es war im September 2013, als er mit den Rothosen in der Kreisliga A 6:0 gegen die TSG-Reserve gewann.

DIE ERINNERUNGEN

Das eine alles überragende Spiel gab es für Alexi in 20 Jahren Wattenbach nicht. Er denkt an viele Duelle: die Oberliga-Partien gegen den KSV Hessen und gegen den FSV Frankfurt, die Söhrederbys gegen den FSC Lohfelden und Trainer Gerhard Reinbold, die Begegnungen mit dem KSV Baunatal. Unvergessen auch die Serie 1998/99, an deren Ende die Rückkehr in die Landesliga stand. „Da spielte Thorsten Bauer noch bei Olympia“, fügt Alexi hinzu.

Die besonderen Momente

Jetzt trainiert André Schubert den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und gastiert in der Champions League in Turin. 2003 traf er für Wattenbach beim wichtigen 5:1 gegen Dörnberg. „André hat uns in zwei unterschiedlichen Saisons sehr geholfen und jeweils acht, neun Spiele für uns bestritten“, betont Alexi.

DIE ABSCHNITTE

Wenn er seine Zeit in Wattenbach Revue passieren lässt, redet er von zwei Generationen von Spielern, die er geführt hat. Zur ersten gehören Fußballer wie Mario Bergner und Carsten Ernst, zur zweiten zählt er Leute wie Torjäger Wieslaw Stanko, Heiko Rose und Marco Schäffer. Einer passt sogar in beide Kategorien: Marco Siebert, der noch heute in der TSG-Reserve aktiv ist.

DAS TOPSPIEL

„So sympathisch mir auch Wattenbach ist: ich will unbedingt gewinnen“, erklärt Alexi. Sein Team habe sich intensiv vorbereitet. „Bei einem Turnier in Vollmarshausen haben wir bei verkürzter Spielzeit gegen diesen Gegner verloren. Meine Jungs werden hochkonzentriert sein“, verspricht der Coach.

Ins Tor wird er diesmal Routinier Tobias Klöppner beordern – anstelle von Cetric Kuhn. Allerdings ist dessen Bruder Marvin mit von der Partie. Schon Vater Stephan Kuhn spielte unter Alexi. Wo? Natürlich in Wattenbach.

Von Björn Mahr

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