Thore Ressler schießt nach zweijähriger Pause wieder Tore für Dörnberg - Sonntag kommt Rengershausen

„Tolles Gefühl, wieder dabei zu sein“

Schoss in den beiden ersten Spielen ein Tor: Dörnbergs Thore Ressler fühlt sich nach seiner langen Verletzungspause noch nicht richtig fit. Archivfoto:  Hofmeister

Dörnberg. Er hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Zwei Jahre musste Dörnbergs Mittelfeldspieler Thore Ressler wegen starker Rückenbeschwerden pausieren. In den ersten beiden Partien der Fußball-Gruppenliga 2 durfte er von Beginn ran, spielte insgesamt 119 Minuten und schoss beim 4:0 gegen Kaufungen und 4:2 in Vollmarshausen je ein Tor für den FSV. Vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den TuSpo Rengershausen äußerst sich der 25-Jährige zu seiner Zwangspause und zum kommenden Gegner.

Herr Ressler, nach 24 Monaten Unterbrechung spielen Sie wieder Fußball und es scheint so, als ob Sie nichts verlernt haben. Zwei Tore in den beiden Auftaktspielen.

Ressler: Es ist ein tolles Gefühl, wieder dabei zu sein. Es war eine sehr lange Verletzungszeit. Ich fühle mich aber noch nicht rundum fit.

Sind noch Ängste beim Zweikampf vorhanden?

Ressler: Nein, das nicht. Ich merke, dass ich noch konditionelle Defizite habe. Es ist aber wohl normal, wenn man nicht zu 100 Prozent trainieren und keine fußballspezifischen Übungen machen konnte.

Wie standen die Erfolgsaussichten auf eine vollständige Gesundung?

Ressler: Sehr schlecht. Das Training gestaltete sich schwierig. Aufgrund der starken Rückenprobleme haben die Gelenke immer wieder blockiert.

Haben Sie ans Aufhören gedacht?

Ressler: Ja. Ich wollte die Fußballschuhe schon an den Nagel hängen.

Wer hat Sie davon abgehalten?

Ressler: Meine Mitspieler. Vor allem Pascal Kemper und Dennis Dauber haben mich immer wieder aufgemuntert, nicht aufzugeben. Auch die Dörnberger Vereinsführung um Spartenleiter Matthias Thomsen hat sich mehrfach nach meinem Wohlbefinden erkundigt. Matthias habe ich oft im Fitnessstudio getroffen.

Sie waren häufig im Fitnessstudio? Ja, dort habe ich mich mit Kraftübungen über Wasser gehalten.

War das ihre einzige Maßnahme, um wieder auf die Beine zu kommen?

Ressler: Nein. Ein Physiotherapeut hat mir Übungen am Schlingentrainer empfohlen. Das hat wirklich was gebracht. Die Rückenschmerzen gingen weg. So wie es jetzt aussieht, war das die richtige Maßnahme.

Wann sind Sie wieder ins FSV-Training eingestiegen?

Ressler: Ich habe die Vorbereitung mitgemacht. In Testspielen und im Kreispokal hatte ich dann meine ersten Einsätze. Das Gefühl wieder den Rasen zu betreten war schon geil.

Werden Sie auch gegen Rengershausen in der Startelf stehen?

Ressler: Gib alles, solange du kannst. Diese Worte hat mir unser Trainer vor den ersten beiden Spielen mit auf den Weg gegeben. Egal ob ich am Sonntag von Beginn an dabei bin oder eingewechselt werde, ich werde erneut mein Bestes geben.

Wie hoch stufen Sie die Chancen auf den dritten Sieg in Folge ein?

Ressler: Ich erwarte einen hochmotivierten Gegner. Rengershausen wird alles unternehmen, um mindestens einen Punkt zu entführen. Es gibt keinen Grund, den TuSpo zu unterschätzen. Nur wenn wir eine geschlossene Mannschaftleistung zeigen, werden wir den Platz als Sieger verlassen. Am vergangenen Wochenende gegen Vollmarshausen lief in der ersten Halbzeit nur wenig zusammen, da war wenig Feuer in unserem Spiel. Die Zweikämpfe haben wir nicht wirklich angenommen. Nach der Pause konnten wir die Fehler abstellen.

Und Sie haben wie schon gegen Kaufungen getroffen. Geht es mit Thore Ressler weiter aufwärts?

Ressler: Ich bin noch lange nicht bei der vollen Leistungsfähigkeit. Da ist auf alle Fälle noch Luft nach oben.

Was ist drin für Dörnberg in dieser Saison?

Ressler: Ich bin überzeugt, dass wir ein gutes Gesicht zeigen und am Ende weit oben stehen werden. Zur Rückkehr in die Verbandsliga gehört aber auch ein wenig Glück.

Von Joachim Hofmeister

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