Mit Krücken an der Linie

Trainergespann gehandicapt - trotzdem geht TSV Heiligenrode nicht am Stock

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Mit Gehhilfen im Einsatz: Heiligenrodes Trainer Marco Burghardt (links) und sein Co-Trainer Dennis Joedecke.  

Schon am vorigen Wochenende beim Spiel in Vollmarshausen fielen Marco Burghardt und Co-Trainer am Spielfeldrand Dennis Joedecke auf. 

Auch am Sonntag beim Heimspiel gegen den TSV Rothwesten (14.30 Uhr, Stadion am Park) werden sie wieder mit Gehilfen coachen.

Aber warum sind Burghardt und Joedecke auf Krücken unterwegs? Burghardt, dessen Hobby Triathlon ist, stürzte bei einer Ausfahrt mit seinem Rad und zog sich eine Hüftprellung zu. Um den Druck von der Hüfte zu nehmen, verordnete ihm der Arzt Gehhilfen. Aber trotz dieser Diagnose ist er in der Lage, sein Team zu coachen. Joedecke ist nach einer Knie-OP auf die Krücken angewiesen.

Das soll in der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Rothwesten aber nicht ablenken. „Wir haben die Partie des letzten Wochenendes aufgearbeitet“, sagt Burghardt, das Trainer-Eigengewächs des TSV. Der Coach läuft von Kindesbeinen an dem runden Leder in Heiligenrode hinterher. Zunächst spielte er in allen Jugend-Mannschaften des Vereins, später in der ersten und zweiten Herrenmannschaft. Anschließend machte er den Trainerschein.

Auch in diesem Metier hat der B-Schein-Inhaber in seinem Verein schon einiges durch: Erst coachte Burghardt die Dritte, weiter ging es zur Zweiten. Dann wurde er Co-Trainer von Oliver Frank, den er schließlich zu Jahresbeginn beerbte. Nun strebt der TSV-Coach den Erwerb der Elite-Jugendlizenz an. Wer die Natur liebt, kann ihn aber auch schon mal in Feld und Wald antreffen, wenn er gemeinsam mit seiner Frau und seinem Schäferhund-Mischling unterwegs ist.

Burghardts Gedanken beschäftigen sich intensiv mit den Vorbereitungen auf die kommende Partie und vor allem damit, wie er Spielgestalter Darko Bonic, der sich Vollmarshausen die Rote Karte einhandelte, ersetzen kann.

Fehlen werden zudem Niklas Federbusch und André Wenzel. Der Einsatz von Michael Gerber scheint indes nicht gefährdet. Auch die Gäste stehen unter dem Druck, gewinnen zu müssen, soll nicht bereits im Winter die Zielsetzung, vorn dabei zu sein, zu den Akten gelegt werden. Für Spannung ist also gesorgt.

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