1:1 - TSG Fürstenhagen trotzt Mitaufsteiger SG Klei./Hun./Doh. trotz zweier Platzverweise einen Punkt ab

Tritte, Karten und Emotionen

Vorzeitiges Aus: Die Rote Karte sah Maciej Goebel im grünen Trikot des TSG Fürstenhagen (vorn) wegen Nachtretens schon nach 31 Minuten. Foto: eki

Fürstenhagen. 30 Minuten lang passierte im Gruppenliga-Derby der beiden Aufsteiger TSG Fürstenhagen und SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach so gut wie gar nichts. Dann geriet ein zunächst ganz normales Fußballspiel fast noch aus den Fugen. Beim 1:1 (0:0)-Unentschieden verteilte Schiedsrichter Daniel Kinas insgesamt sieben gelbe Karten und schickte außerdem die beiden TSG-Kicker Maciej Goebel (Nachtreten/31.) und Spielertrainer Dennis Schanze (Ampelkarte erst wegen Protestierens und später einem Foul/65.) vorzeitig vom Rasen.

Es waren die unrühmlichen Höhepunkte einer Begegnung, in der der Unparteiische mit seinen Entscheidungen einige Male daneben lag und sich den Zorn insbesondere der TSG-Akteure und deren Fans zuzog. „Es war in dieser Saison nicht das erste Mal, dass wir von einem Schiedsrichter benachteiligt worden sind und damit Punkte eingebüßt haben. Hoffentlich rächt sich das für uns am Saisonende nicht“, sagte Dennis Schanze später.

Tatsächlich hätte nicht Maciej Goebel im Trikot der Gastgeber als erster Spieler vom Platz fliegen müssen, zwei Minuten vorher trat schon Verteidiger Stefan Küllmer auf der Gegenseite gegen Daniel Lauer nach (29.), sah aber nur den gelben Karton. Eine glatte Fehlentscheidung, wie sogar eingefleischte Gästeanhänger einräumten.

Die klare Linie in der nun immer hektischeren Auseinandersetzung ließ der Referee nun vermissen. Nach einem klaren Foul von Daniel Schwenda am Außen durchgebrochenen Lauer (51.), sah der SG-Schlussmann nicht einmal den gelben Karton, der wurde vielmehr dem daraufhin lautstark protestierenden Dennis Schanze unter die Nase gehalten.

Eine folgenschwere Entscheidung, denn eine Viertelstunde später war auch der Spielertrainer nach einem rüden Foul an Hey und folgender Ampelkarte nur noch Zuschauer.

Großer Kampf

Der Anfang vom Ende für die nun in doppelter Unterzahl agierenden Hausherren, so dachte jedenfalls die Mehrzahl der heimischen Fans. Doch weit gefehlt: Mit dann nur noch neun Kickern verteidigten die Fürstenhagener erst den von Daniel Lauer erzielten 1:0-Vorsprung und später das Unentschieden wie die Löwen und verdienten sich mit diesem großen Engagement den Punkt. „Das Spiel geht total an euch vorüber“, wetterte SG-Coach Andjelkovic an der Linie und sagte dann, noch nie eine Mannschaft mit derart fehlender Cleverness trainiert zu haben. „Wir haben uns von einem Gegner in Unterzahl regelrecht einlullen lassen“, so sein Kommentar. Natürlich waren die Gäste in der Schlussphase fast nur noch am Drücker und schafften durch Cios den 1:1-Ausgleich (70). Ein Erfolg wäre angesichts der Schiedsrichter-Fehlentscheidungen aber nicht verdient gewesen, obwohl das Leder nach Schüssen von Benjamin Orschel kurz nach dem Wechsel (47.) und von Cios (88.) noch zweimal die Oberkante der Querstange tuschierte.

Von Eckehard Meyer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.